Wattenheim
Brennender Lastwagen auf der A6: „Eine riesen Sauerei“
Wie kam es zum Lastwagen-Brand auf der A6 am Freitag?
Gegen 11.10 Uhr bekam die Autobahnpolizei in Ruchheim gleich mehrere Anrufe: Auf der A6 in Richtung Kaiserslatern brannte kurz vor Wattenheim ein Lastwagen. Das Feuer war nach Angaben der Einsatzkräfte ausgebrochen, ohne dass es zuvor zum Beispiel einen Zusammenstoß gegeben hätte. Damit ist von einem technischen Defekt als Brandursache auszugehen.
Ist jemandem etwas passiert?
Der 54-jährige Fahrer konnte sich rechtzeitig aus seinem Führerhaus retten, er blieb unverletzt. Auch den Rettungskräften ist bei ihrem Einsatz nichts passiert.
Konnte die Feuerwehr noch etwas retten?
Die Wehr aus Grünstadt kam eigenen Angaben zufolge mit 28 Mann und sieben Fahrzeugen, laut Polizei war sie schnell vor Ort. Zugmaschine, Auflieger und die geladene Ware waren trotzdem nicht mehr zu retten.
Was hatte der Lastwagen geladen?
Der Lastwagen transportierte Ware für eine Einzelhandelskette, die zum Beispiel Dekoartikel, Schreibwaren, Haushaltswaren, Werkzeug, Kosmetikprodukte und Kleidung zu niedrigem Preis vertreibt. Beladen war der Auflieger daher mit einer bunten Mischung ganz verschiedenartiger Artikel mit allgemein hohem Plastikanteil. Der Einsatz stellte die Wehr nach Angaben ihres Chefs Jens Michel zwar vor keine besonderen Schwierigkeiten oder Gefahren. Aber weil aus versteckten Glutnestern immer wieder Flammen aufloderten, zogen sich die Löscharbeiten über mehrere Stunden hin. Michels Bilanz: „Es war langwierig – und eine riesen Sauerei.“
Welche Folgen hatte der Brand für den Verkehr?
Die Autobahn wurde in Fahrtrichtung Westen ab Grünstadt voll gesperrt, es bildete sich deshalb ein kilometerlanger Stau. Die Polizei berichtet: Eine Beamtin war praktisch ausschließlich damit beschäftigt, sich um die Anrufe genervter Autofahrer zu kümmern. Außerdem bemängeln die Beamten: Einsatzkräfte wurden behindert, weil viele Fahrzeuge im Stau nicht für die Rettungsgasse auswichen.
Wie ging es weiter?
Geschmolzenes Felgen-Aluminium hatte den Asphalt beschädigt. Die Autobahnmeisterei arbeitete noch stundenlang an der Reparatur des Belags. Die bei Redaktionsschluss am Abend von ihr übermittelte Prognose lautete: Die Sperrung wird wohl in etwa bis Mitternacht andauern.