Kleinkarlbach
Bei Ausbau der Ortsdurchfahrt sollen Bürger einbezogen werden
Gleichzeitig mit der Entscheidung, die Bürger einzubinden, wurde auch der Auftrag an das Planungsbüro IPR verlängert. Markus Linkenheil von IPR stellte dem Rat nochmals die drei möglichen Varianten für den Ausbau der Gehwege vor, der auf einer Planung aus dem Jahr 2017 basiert. Nach Variante 1 würde der Status quo mit schmalen, teilweise nicht nutzbaren Bürgersteigen und Schrammborden erhalten.
Der zweite Vorschlag sieht eine Verengung der bislang schon nur 4,40 Meter breiten Straße vor, so dass Verkehrsteilnehmer beim Begegnungsverkehr gegenseitig Rücksicht nehmen müssten. Dies gelte allerdings nur für Pkw, für Lkw müsse grundsätzlich eine andere Lösung angestrebt werden. Laster aus Richtung Kirchheim müssten in die Flurystraße abbiegen, um dann am Friedhof vorbei die Gemeinde in Richtung Altleiningen zu passieren. Aus Richtung Altleiningen kommend sollen die Lkw weiter durch den Ort in Richtung Kirchheim fahren dürfen.
Beginn erst 2022
Der dritte Vorschlag sieht vor, dass ab der Abbiegung der L517 (Backhohl) eine Einbahnstraßenregelung durch den Ortskern gelten würde. „Eine Rücksprache mit den Werken hat ergeben, dass das alles keinesfalls vor 2022 gebaut würde, denn durch Corona haben sich auch die Arbeiten zur Erneuerung der Wasserleitung verschoben“, informierte Ortsbürgermeister Daniel Krauß (SPD) den Rat.
Während bei der Variante 1 je nach Ausbauart zwischen 99.000 und 312.000 Euro verbaut werden würden, müsste für Variante 2 mit einem Kostenvolumen von etwa 137.000 Euro kalkuliert werden. Die dritte Lösung könnte mit 139.000 Euro zu Buche schlagen, hatte das Planungsbüro errechnet, allerdings basieren die Zahlen auf den Schätzungen aus dem Jahr 2017, so Linkenheil. Der Planer verdeutlichte, dass die Behörden heute mindestens einen 80 Zentimeter breiten Gehweg auf einer Straßenseite bei einem Ausbau favorisieren.
„Es gilt, in einer Einwohnerversammlung ein Stimmungsbild der Bevölkerung zu ermitteln, denn unsere Entscheidung wird Kleinkarlbach über Jahrzehnte hinweg prägen“, so Krauß. In die Planung spiele auch hinein, dass die Belange des öffentlichen Personennahverkehrs berücksichtigt werden müssen. Mit der Neuvergabe der Buslinien sei ab 2023 eine Neuregelung auch hier möglich, habe die Kreisverwaltung signalisiert, so der Ortsbürgermeister.
Leerrohre vergessen
Karl-Otto Gabel-Müller (FWG) gab zu bedenken, dass beim bereits erfolgten Austausch der Wasserleitungen im Bereich zwischen der westlichen Ortsgrenze und der Backhohl entlang des Gechem-Geländes die Verlegung von Leerrohren für den Breitbandausbau vergessen wurde. Dies gelte es bei allen weiteren Maßnahmen in der Ortsdurchfahrt unbedingt zu verhindert, mahnte er an.