Grünstadt Baumgarten: Erste Bodenplatte

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Vor wenigen Tagen eröffnete als erster Häuslebauer ein Ehepaar aus Offstein, mit der Fertigstellung der betonierten Bodenplatte, die Bauvorhaben im Neubaugebiet

Auf dem 33.000 Quadratmeter großen Areal zwischen der Grünstadter Straße und der Schlossstraße sind 80 Bauplätze vorgesehen. Bisher sind zwölf Plätze verkauft. Der Gemeinde gehören 15 Bauplätze, deren Preis per Ratbeschluss auf 175 Euro pro Quadratmeter festgelegt wurden. Die Verwaltung erhofft sich einen Zuzug insbesondere jüngerer Familien und damit eine Verjüngung der Altersstruktur im Dorf, eine steigende Einwohnerzahl (derzeit 2700), eine bessere Auslastung der örtlichen Kindertagesstätte und der Grundschule sowie einen Aufschwung in der stark gebeutelten Haushaltskasse.

Mit eingeplant auf dem Areal ist ein Spielplatz, geschätzte Kosten zwischen 60- bis 80.000 Euro. Er soll erst gegen Ende der Bebauung entstehen. Die Kosten dafür trägt die Gemeinde, da der Spielplatz - wegen der gesetzlichen Erschließung - nicht umlagefähig ist. Für einen Einsatz des Kampfmittelräumdienstes, vor Beginn der Erschließung, zahlte die Gemeinde anteilmäßig 7000 Euro. Seit der Bombenfunde im Landauer Gartenschaugelände sei dies eine gesetzliche Vorgabe, so der Erste Beigeordnete Kurt Bechtel (FWG).

Wie mehrfach berichtet, beschäftigt sich der Rat seit 20 Jahren mit dem Neubaugebiet Baumgarten. Grünes Licht für die gesetzliche Erschließung gab es dann im Sommer 2013. Die Namen der nach Bäumen benannten Planstraßen wurden vor drei Jahren vergeben.

Ebenfalls im Sommer 2013 folgte die Auftragsvergabe der Erschließung an eine Firma für zirka 1,7 Millionen Euro. Davon entfallen auf die Gemeinde für die Verkehrsanlagen, Strom und Telekommunikation zirka 560.000 Euro. Die Stadtwerke Grünstadt beteiligen sich mit 25.000 Euro. Den Rest von 1,1 Millionen Euro tragen die VG-Werke für Regen- und Abwasserkanal, die Frischwasserversorgung und das Regenrückhaltebecken.

Mit Versorgungsleitungen dabei sind Kabel Deutschland und die Telekom. Die Stadtwerke Grünstadt haben die Konzession für die Erdgasversorgung. Laut Muth und Bechtel sind der Gemeinde durch die gesetzliche Erschließung zunächst keine Mehrkosten gegenüber der freiwilligen Verfahren entstanden.

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