Grünstadt Bahnhof: Dauerbaustelle für die Stadt

Placeholder-Image

GRÜNSTADT. Noch keinen Fortschritt gibt es beim Projekt Video-Überwachung auf dem Gelände und in der Halle des Grünstadter Bahnhofs, informierte auf Nachfrage Bürgermeister Klaus Wagner. Das Konzept ist zwar seit über einem halben Jahr ausgearbeitet, aber noch gibt es keine Auskunft aus Mainz, wie hoch der Landeszuschuss sein wird.

Im April und jetzt im August habe die Stadt im Innenministerium nachgefragt, aber bislang keine Antwort erhalten, sagte Wagner am Freitag. Das Konzept für die Überwachung des Bahnhofs mit Kameras und die Zuschussanfrage hatte die Stadt bereits im Dezember 2014 nach Mainz geschickt. Mit der Deutschen Bahn war vereinbart worden, dass das Unternehmen den laufenden Betrieb der Überwachungsanlage finanziert und die Stadt die Kosten für die Anschaffung des Systems übernimmt, die mit 40.000 Euro veranschlagt sind (wir berichteten am 16. Dezember). Bei einem Ortstermin im Oktober 2014 hatte der Eisenbahnreferent aus dem Innenministerium versprochen, dass ein Zuschussantrag der Stadt wohlwollend geprüft werde. Bürgermeister Wagner erhofft sich von der Video-Überwachung nicht nur, dass der Vandalismus eingedämmt wird, sondern auch mehr Sauberkeit im Bahnhofsbereich. In letzter Zeit hatte es wieder Klagen über zu viel Dreck gegeben (wir berichteten zuletzt am 13. August, siehe auch Leserbriefe auf Lokalseite 2). Für den Zustand des Bahnhofs sei die Servicefirma der Deutschen Bahn verantwortlich, stellte Wagner klar. Für das Umfeld, die Zuwege und die Grünflächen sei die Stadt zuständig, und es werde dort weiterhin mehr gekehrt als früher. Aber dass immer sauber sei, könne nicht garantiert werden. Wie mehrmals berichtet, hatte die Stadt vor gut zwei Jahren ein Konzept für mehr Sicherheit, Service und Sauberkeit in und um den Bahnhof erstellt, das zusammen mit der Bahn und der Polizei umgesetzt werden soll. So war vereinbart worden, dass öfter gereinigt wird, außerdem wurden zusätzliche Lampen und Abfallkörbe sowie eine Fahrradrampe installiert. Im Frühjahr dieses Jahres wurde zudem der Vertrag für eine Ordnungs- und Sicherheitspartnerschaft zwischen dem städtischen Ordnungsamt, der örtlichen Polizei und der auf dem Bahnhof zuständigen Bundespolizei unterzeichnet (wir berichteten am 14. März). Vereinbart ist unter anderem, dass öfter und auch gemeinsam Streife gegangen wird. Damit sollen in erster Linie Gewaltdelikte und Vandalismus auf dem Bahnhofsgelände, in seinem Umfeld sowie in der Park- und Ride-Anlage verhindert oder zumindest reduziert werden. Der Bürgermeister betonte, dass die Stadt großes Interesse habe, dass sich der Bahnhof und sein Umfeld in einem akzeptablen Zustand präsentierten, da dieser Bereich durch das geplante Baugebiet „In der Bitz“ an der Ostseite des Areals noch mehr ins Zentrum rücke. Aber trotz aller Bemühungen werde es immer mal wieder Probleme geben: „Der Bahnhof bleibt für die Stadt eine Dauerbaustelle.“ (us)

x