Grünstadt Bahn verteidigt Vorgehen

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Die Deutsche Bahn hat Kritik an ihrem Vorgehen, Bahnsteig 2 am Hauptbahnhof Frankenthal schmaler auszubauen als geplant, zurückgewiesen. Die Frage, wann die Bauarbeiten auf dem Bahngelände abgeschlossen sein sollen, ließ das Unternehmen weiter unbeantwortet.

Im Gespräch mit der RHEINPFALZ hatte Frankenthals Baudezernent Bürgermeister Martin Hebich das Vorgehen der Bahn AG kritisiert. Probleme gebe es, weil Bahnsteig 2 entgegen der mit der Stadt besprochenen Planung nicht 3,60 Meter, sondern nur 2,87 Meter breit ausgebaut worden sei, bekräftigte Hebich. Begründung der Bahn: Es gebe eine Kabeltrasse im Boden, die nicht überbaut werden dürfe. Das Vorgehen der Bahn hatte wegen Sicherheitsbedenken erhebliche Kritik ausgelöst. Der Bürgermeister hielt dem Unternehmen vor, es habe auf Vorschläge der Stadt, wie das Problem gelöst werden könnte, mit überzogenen Kostenschätzungen reagiert. Ein Versetzen des überdachten Unterstands zwischen den Gleisen 2 und 3 würde nach der Berechnung der Stadt ungefähr 200.000 Euro kosten; die Bahn rechne dagegen nun mit einem Aufwand von zwei Millionen Euro. Den zweiten Vorschlag der Stadt, den Bahnsteig durch nachträglich eingebaute Winkelelemente breiter zu machen, habe die Bahn mit einer Kostenschätzung von bis zu 900.000 Euro beantwortet. Die Zusatzkosten für eine solche Nachrüstung solle nach Bahn-Auffassung zudem allein die Stadt Frankenthal tragen, kritisierte Hebich. Dabei sei der Aufwand für die Stadt jetzt schon hoch: Von den Gesamtkosten von 5,1 Millionen Euro für den Bahnhofsumbau habe sie fast 1,7 Millionen Euro zu übernehmen; den Rest finanziere das Land Rheinland-Pfalz. „Der Mittelbahnsteig am Bahnhof Frankenthal ist durch den Umbau in seiner Gesamtbreite nicht schmaler als geplant hergestellt worden“, unterstrich ein Sprecher der zuständigen Bahn-Pressestelle in Frankfurt. „Lediglich die Aufteilung der beiden Bahnsteighälften, die auf Grund der unterschiedlichen Bahnsteighöhen (55 Zentimeter an Gleis 3, 76 Zentimeter an Gleis 2) einen Höhenversatz aufweist, wurde auf Grund einer vorhandenen, im Vorfeld unbekannten Kabeltrasse geändert.“ „Unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit“ sei daher die Breite der Bahnsteigseite zu Gleis 2 auf 2,87 Meter verringert worden, so der Bahn-Sprecher weiter. Sie liege damit aber immer noch „über der Mindestbahn-steigbreite von 2,75 Meter“. Zudem habe man das Geländer so verschoben, dass damit „eine (optische) Verbesserung erreicht“ werde. Der Frage, wie aus Sicht der Bahn das von der Stadt angesprochene Problem gelöst werden könnte, wich der Bahn-Sprecher aus: Man sei mit der Stadt Frankenthal „weiter im Gespräch“, erklärte er. Es habe bereits „diverse Abstimmungen und Ortstermine“ gegeben. Zur Frage, wann die Bauarbeiten am Frankenthaler Hauptbahnhof abgeschlossen sein sollen, gab das Unternehmen keine Auskunft. Wegen der Ferien- und Urlaubszeit, so die Begründung, lägen dazu noch „keine belastbaren Informationen vor“.

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