Grünstadt Baden in der Anstalt

Badezeit: Das Freibad in Hettenleidelheim öffnet am Samstag erstmals in diesem Jahr.
Badezeit: Das Freibad in Hettenleidelheim öffnet am Samstag erstmals in diesem Jahr.

«HETTENLEIDELHEIM/ALTLEININGEN.»Nach der Fusion der Verbandsgemeinde Hettenleidelheim mit der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land zur Verbandsgemeinde Leiningerland werden die Schwimmbäder in Hettenleidelheim und Altleiningen aus dem Haushalt der künftigen Verbandsgemeinde ausgegliedert. Das regelt der Fusionsvertrag. Derzeit laufen in den fünf Ortsgemeinden der noch bestehenden VG Hettenleidelheim die Beratungen, um eine gemeinsame Anstalt des öffentlichen Rechts einzurichten.

In Tiefenthal und Altleiningen haben die Gemeinderäte bereits einstimmig beschlossen, sich als Träger in der Anstalt finanziell zu engagieren. In Carlsberg, Hettenleidelheim und Wattenheim gibt es derzeit einstimmige Empfehlungen der Hauptausschüsse an die Gemeinderäte, diesen Schritt ebenfalls nachzuvollziehen. Heute Abend bereits beschließt Hettenleidelheim, morgen Wattenheim, am 18. Mai Carlsberg, dann kann die Verbandsgemeinde abschließend am 21. Juni die Anstalt öffentlichen Rechts aus der Taufe heben. Offizieller Geburtstag der Anstalt wird der 1. Januar 2018 sein, wenn auch die neue VG Leiningerland ihre Arbeit aufnimmt. Was die Verpflichtung, die jetzt von den Gemeinde eingegangen wird, finanziell und rechtlich bedeutet, hat Dominic Jonas, der Büroleiter der Verbandsgemeinde Hettenleidelheim, im RHEINPFALZ-Gespräch erläutert. Die beiden Freibäder in Hettenleidelheim und Altleiningen, die meist zwischen Mai und September geöffnet sind, kosten die Verbandsgemeinde bislang rund 300.000 bis 350.000 Euro Zuschuss im Jahr, da in beiden Bädern jeweils ein Defizit erwirtschaftet wird. Von den jeweiligen Fehlbeträgen zahlen die beiden Sitzgemeinden der Bäder, also Hettenleidelheim und Altleiningen, jeweils 30 Prozent Eigenanteil. Daran wird sich auch in der Zukunft nichts ändern. Basierend auf den Rechnungsabschlüssen für 2015 sind das rund 50.600 Euro in Altleiningen gewesen, 56.000 Euro fielen in Hettenleidelheim an. Die übrigen 70 Prozent werden bislang über die Verbandsgemeindeumlage auf alle fünf Gemeinden verteilt. Auf der Basis des Fehlbetrags von 2015 gerechnet, hieß das für Carlsberg 70.600 Euro, für Tiefenthal 17.000 Euro und für Wattenheim 32.700 Euro. Hettenleidelheim musste weitere 68.300 Euro erbringen, Altleiningen 60.000 Euro. Das heißt: insgesamt fließen aus Hettenleidelheim 124.000 Euro ins Bad, aus Altleiningen 111.000 Euro. Grob nachrechnet, bedeutet dies, je ein Drittel der Kosten bringen die Sitzgemeinden, das letzte Drittel bringen die übrigen Gemeinden der Verbandsgemeinde Hettenleidelheim auf. „An diesem Finanzierungsmodell halten wir fest“, sagt Jonas. Allerdings bekommt die Anstalt öffentlichen Rechts von der neuen Verbandsgemeinde Leiningerland ab 2018 jährlich 60.000 Euro Festzuschuss, so dass der Fehlbetrag der Bäder um ein Fünftel sinken werde, wie Jonas berichtet. Einsparungen würden zudem durch neue Technik, die in diesem Jahr in beiden Bädern installiert wird, erwartet. Beide Bäder bekommen Abdeckplanen und neue Umwälzpumpen. Je nach Defizit werden ab 2018 etwa 250.000 bis 300.000 Euro umgelegt werden müssen. Auf der Grundlage der Zahlen von 2015 gerechnet, ergebe sich so ein Betrag von rund 101.000 Euro für Altleiningen, 115.000 Euro für Hettenleidelheim, 70.000 Euro für Carlsberg, für Tiefenthal 17.000 Euro sowie 32.400 Euro für Wattenheim. Das heißt: sparen werden vor allem die Sitzgemeinden der Bäder. Zur Sache Die Verbandsgemeinde Grünstadt-Land unterstützt derzeit den Förderverein des Cabriobades Leiningerland in Grünstadt mit 60.000 Euro im Jahr. Künftig bekommt das Grünstadter Bad die 60.000 Euro von der Verbandsgemeinde Leiningerland, das heißt, dass auch die fünf Ortsgemeinden der heutigen Verbandsgemeinde Hettenleidelheim mitzahlen werden. Hettenleidelheims Büroleiter Dominic Jonas erklärt: „Trotz dieser Belastung durch das CabaLela sind die Anteile für die Schwimmbäder für die fünf Gemeinden der VG Hettenleidelheim ab 2018 bereits um rund zehn Prozent günstiger. Dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass in der neuen Verbandsgemeinde eine Umlagesenkung angekündigt ist.“

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