Grünstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Aus für Pfälzer Filiale: Was Burger King zu miesen Bewertungen sagt

Mit Gittern versperrt: die Einfahrt zum bisherigen Burger-King-Gelände in Grünstadt.
Mit Gittern versperrt: die Einfahrt zum bisherigen Burger-King-Gelände in Grünstadt.

Hinter bislang vier Pfälzer Burger-King-Filialen steckt die gleiche Betreiberin, einer ihrer Läden ist nun zu. Wie die Kette das erklärt und was mit dem Areal passiert.

Klebrige Böden, schmutzige Tische, verdreckte Klos, unfreundliche Mitarbeiter, verbrannte Hähnchenteile und labbrige Pommes: Google-Bewertungen sind nicht unbedingt repräsentativ, aber die zur Burger-King-Filiale in der Grünstadter Daimlerstraße fallen teilweise verheerend aus. Ein Rezensent äußert gar den Verdacht, er habe sich dort eine schlimme Lebensmittelvergiftung zugezogen. Die RHEINPFALZ hat daher bei der Fast-Food-Kette nachgefragt, ob solche Missstände der Grund für die Schließung der Niederlassung Ende Dezember waren.

Betreiberin aus Brühl

Eine klare Aussage zur Kundenkritik aus Grünstadt bleibt jedoch aus, das Burger-King-Presseteam bleibt bei allgemeinen Aussagen: Man setze alles daran, den Gästen „das bestmögliche Restauranterlebnis“ zu bieten. Rückmeldungen nehme man grundsätzlich sehr ernst und nutze sie, um gemeinsam mit den Franchise-Nehmern das Angebot kontinuierlich zu optimieren. Schließlich lässt die 1954 gegründete Kette mit Sitz in Florida und mehr als 19.000 Standorten in rund 120 Ländern ihre Restaurants überwiegend von selbstständigen Partnern betreiben.

In Grünstadt war das Carolin Weber aus dem badischen Brühl. Ihr Vater war viele Jahre lang Unternehmer und betrieb Raststätten an der Autobahn. Die Tochter studierte Betriebswirtschaft in Worms und absolvierte parallel dazu eine Restaurant-Manager-Ausbildung bei Burger King. 2006 eröffnete sie ihre erste Filiale in Neustadt, 2007 folgte Grünstadt, 2008 waren Landau und 2009 Frankenthal dran. Ihre drei weiteren Filialen sollen Burger King zufolge auch weiterhin geöffnet bleiben.

In andere Filialen versetzt

Als offiziellen Grund für die Schließung des 2007 eröffneten Grünstadter Schnellrestaurants gibt die Fast-Food-Kette das Auslaufen des Mietvertrags zum 31. Dezember 2025 an. Offen bleibt trotz Nachfrage aber zum Beispiel, ob Burger King das Mietverhältnis hätte verlängern können. Ähnlich schweigsam zeigt sich in diesem Punkt der Vermieter: Eigentümer des Geländes ist Aldi Süd. Warum das Mietverhältnis mit Burger King nicht verlängert wurde, darüber wolle man keine Angaben machen, teilt ein Sprecher der Supermarkt-Kette mit.

Ist inzwischen abmontiert: Burger-King-Logo am Mast über der bisherigen Grünstadter Filiale.
Ist inzwischen abmontiert: Burger-King-Logo am Mast über der bisherigen Grünstadter Filiale.

Eine Wiedereröffnung etwa an einem anderen Standort in Grünstadt ist laut Burger King aber nicht geplant. Wer nun in der Region Fast Food dieser Marke will, muss also etwa nach Frankenthal, Worms, Neustadt oder Dannstadt-Schauernheim. Auch die zehn von der Schließung betroffenen Beschäftigten sind den Unternehmensangaben zufolge – wo möglich – in umliegende Filialen versetzt worden. Aldi Süd dementiert derweil Gerüchte, denen zufolge das verwaiste Grünstadter Gebäude abgerissen werde. Vielmehr solle es neu vermietet werden.

Dabei sei eine vielseitige Nutzung denkbar – von Gastronomie über Kleingewerbe bis hin zu einem Showroom. Zudem wird der ehemalige Burger-King-Parkplatz erweitert: Elf zusätzliche Stellplätze sollen künftig zur Verfügung stehen.

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