Leiningerland RHEINPFALZ Plus Artikel Anzahl der Grundschüler steigt beständig

In Altleiningen ist die Gefahr einer Schulschließung gebannt.
In Altleiningen ist die Gefahr einer Schulschließung gebannt.

Die Anzahl der Grundschüler in der Verbandsgemeinde Leiningerland wächst kontinuierlich. Der Vorsitzende des Schulträgerausschusses, Carsten Brauer (CDU), geht davon aus, dass die Zahlen in den kommenden Jahren weiter steigen. Für die Schulen bringt das Probleme mit sich.

„Vom letzten zum aktuellen Schuljahr gab es sogar einen riesigen Sprung nach oben, von 916 auf 1054 Schüler“, berichtete Brauer in der jüngsten Sitzung des Ausschusses. Im kommenden Jahr würden 1090 Erst- bis Viertklässler erwartet, zwei Jahre später schon 1171 und 2027/28 dürften es 1227 Kinder sein.

Und dabei berücksichtige die Prognose keine Zuzüge, die sich durch die Entwicklung von Neubaugebieten oder die Zuweisung von Flüchtlingen ergäben, erläuterte Brauer und prophezeite: „Einige Schulhäuser werden an bauliche Grenzen stoßen.“ In Altleiningen, wo in der Vergangenheit die Gefahr einer Schließung im Raum gestanden habe, liege mittlerweile eine stabile Einzügigkeit vor, so Brauer. Die Klassenmesszahl sei bei 24. Aktuell wird die Schule am 20-Röhren-Brunnen von 51 Kindern besucht, 2027/28 werden es voraussichtlich 55 sein. In Bockenheim habe sich „eine stark ausgeprägte Zweizügigkeit“ etabliert, die Zahl steigt in dem betrachteten Zeitraum von 119 Jungen und Mädchen auf 147.

Jeweils zwei Parallelklassen pro Jahrgangsstufe bleiben es voraussichtlich auch in Carlsberg (133/127) und Dirmstein (143/148). An der Johann-Adam-Schlesinger-Schule in Ebertsheim werden mal fünf, mal sechs Klassen gebildet (89/84). In Gerolsheim-Laumersheim zeigt sich eine beeindruckende Entwicklung – von momentan 95 Kindern in sechs Klassen auf 143 Schüler in acht Klassen. Brauer führt das auf das erweiterte Betreuungsangebot zurück.

Überlegungen zu Erweiterung

Eine ebensolche Zunahme ist in Hettenleidelheim zu verzeichnen: An der Luitpoldschule wächst die Anzahl der Jungen und Mädchen von 131 in acht Klassen auf 176 in zehn Klassen. Damit wäre die Ganztagseinrichtung mit Abstand die größte Grundschule in der VG. Die Frage sei, ob es sich nur um eine vorübergehende Spitze oder einen dauerhaften Zustand handele, sagte Brauer mit Blick auf Überlegungen hinsichtlich einer Erweiterung des Gebäudes.

In Kirchheim-Kleinkarlbach wird es – Stand jetzt – bei einer soliden Zweizügigkeit bleiben (148/162). Die Obrigheimer rechnen damit, ab 2024/25 eine Klasse mehr (sieben statt sechs) bilden zu müssen. Dort wächst die Schülerzahl von 99 auf 117 in 2027/28. In Wattenheim, wo aktuell noch Abc-Schützen und Zweitklässler zusammen unterrichtet werden, dürfte sich schon ab Sommer wieder die Einzügigkeit etablieren (46/68).

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