Grünstadt Anerkennung für Klug

Rudi Klug aus Hertlingshausen hat gestern in der Mainzer Staatskanzlei von Ministerpräsidentin Malu Dreyer den Landesverdienstorden erhalten. Es ist die höchste Auszeichnung, die das Land an seine Bürger vergibt.
Wie es in der Laudatio heißt, wurden damit vor allem seine Verdienste um die Naturfreunde und sein langjähriges Engagement in der Kommunalpolitik und der Gewerkschaft gewürdigt. Mit 14 Jahren begann Klug eine Lehre als Dreher bei der KSB in Frankenthal, trat der IG Metall bei und wurde Mitglied der Naturfreunde, eine der Arbeiterbewegung nahestehende Umweltorganisation. Mit 21 Jahren übernahm Klug die Leitung des Naturfreundehauses „Rahnenhof“ in Hertlingshausen, das der Ortsgruppe Frankenthal gehört. Er leitete und modernisierte das Haus, gab 1999 die Leitung an Stephan Schenk ab. Der heute 86-Jährige kümmerte sich nicht nur um die Gäste, sondern sorgte auch für politische Diskussionen, beispielsweise organisierte er die ersten Ostermärsche. In seiner Zeit als Hausleiter wurde der Rahnenhof auch zur „atomwaffenfreien Zone“ erklärt. Klug engagierte sich auch im Landes- und Bundesvorstand der Naturfreunde. Nach dem Mauerfall bemühte er sich zum Beispiel erfolgreich um die Wiedererlangung enteigneter Häuser in den neuen Ländern. Auch kommunalpolitisch war der Sozialdemokrat viele Jahre aktiv: im Ortsgemeinderat Carlsberg, im Verbandsgemeinderat Hettenleidelheim und im Kreistag Bad Dürkheim. (ks)