Grünstadt Aktuell notiert: Katholiken feiern gemeinsam Fronleichnam

Placeholder-Image

Die Gläubigen der katholischen Pfarrei Heilige Elisabeth feiern an Fronleichnam in Grünstadt ein gemeinsames Pfarrfamilienfest. Zu der Pfarrei gehören sechs Gemeinden, für die Mitglieder aller Gemeinden findet eine zentrale Prozession in Grünstadt statt. Beginn ist um 9 Uhr mit einem Festgottesdienst auf dem Luitpoldplatz, der von fünf Chören der Pfarrei und der TSG-Blaskapelle mitgestaltet wird. Die Prozession führt zu drei Altären, die Mitglieder der Gemeinden Boßweiler/Bockenheim, Kirchheim/Dirmstein und Sausenheim-Neuleiningen in der Fußgängerzone, an der Martinskirche und am Leininger Unterhof aufstellen und schmücken. Nach dem Abschluss in der Peterskirche wird im Pfarrgarten gefeiert. Ganz schön wertvoll sieht das goldene Teil aus, das der katholische Pfarrer am Feiertag Fronleichnam durch die Straßen von Grünstadt tragen wird. Und es hat einen seltsamen Namen: „Monstranz“. So eine Monstranz ist meistens ganz schön kostbar. Aber eigentlich kommt es den Katholiken gar nicht auf dieses kleine Kunstwerk an. Sondern auf das, was drinnen steckt: die Hostie; ein rundes, helles Scheibchen Brot. Das wird so aufwendig eingepackt, weil es für die Kirche sehr wertvoll ist: Katholiken glauben, dass es in der Messe in den Leib Jesu verwandelt wird. Und wenn sie es dann bei der Kommunion essen, dann erinnert es sie daran, dass Jesus ihrem Glauben nach für die Menschen gestorben ist. Einmal im Jahr, an Fronleichnam, tragen die Pfarrer die Monstranz mit der Hostie durch die Straßen. Das ist ein Zeichen dafür, dass Jesus auch im Alltag – also beim Arbeiten, Einkaufen oder auf dem Schulweg – den Menschen nahe ist. Das lateinische Wort „monstrare“ heißt übrigens: etwas zeigen. Der Name verrät also, dass die Monstranz ein Gerät ist, mit dem die Hostie gezeigt wird.

x