Frankenthal Zu Beginn Lehrgeld gezahlt

91-77606243.jpg

BOBENHEIM-ROXHEIM. Es war ein Jahresabschluss fast nach Wunsch des Fußball-A-Klassisten SC Bobenheim-Roxheim: drei Siege und eine Niederlage aus den letzten vier Spielen. Zu Beginn der Saison brauchte der Aufsteiger allerdings ein wenig, bis er in der neuen Klasse Fuß fasste.

Zwei knappe Erfolge gegen Dirmstein, ein 13:2-Kantersieg gegen die SG Leiningerland – neun Punkte zum Ausklang des Jahres 2015, die den Sportclub dem Saisonziel Klassenverbleib einen großen Schritt näher brachten. SC-Trainer Stephan Szymczak ist zufrieden. „Wir haben unser Soll erfüllt. 20 Punkte haben wir bis zum Winter eingeplant, 23 sind es geworden. Nun wollen wir uns weiter stabilisieren und richtig in der Klasse ankommen.“ Beim SC Bobenheim-Roxheim wird langfristig gedacht. Der Aufstiegskader wurde vor der Saison nicht großartig umgebaut, sondern der Mannschaft, die in der vergangenen Saison Vizemeister wurde, das Vertrauen geschenkt. Diese musste zu Beginn der Spielzeit schon einmal Lehrgeld zahlen. Gleich in der ersten Partie gegen die SG Leiningerland beispielsweise, als die Mannschaft eine 2:0-Führung aus der Hand gab, nach Aussagen des Trainers der harten Gangart der Gastgeber Tribut zollte. Im ersten Heimspiel gegen die TSG Eisenberg lieferte der SC eine gute Leistung ab, belohnte sich aber ebenfalls nicht dafür, sondern verlor mit 0:1. Ein erstes Ausrufezeichen setzte der SC Ende August, als er bei einem der Klassenfavoriten, dem SV Weisenheim, drei Punkte entführte. Gut für das Selbstbewusstsein, auch wenn der SVW da noch mit sich selbst kämpfte. Szymczak zählt diese drei Punkte zu den glücklichsten der Vorrunde, die der SC geholt hat. „Da müssen wir noch heute Kerzen dafür aufstellen.“ Positiv: Der SC ging in der neuen Klasse in keiner der bisherigen Begegnungen richtig „baden“. Nur in drei Spielen habe der SC seine Grenzen aufgezeigt bekommen, meint Szymczak, wobei er die Partie in Weisenheim trotz des Sieges dazuzählt. Außerdem gehören die Spiele in Freinsheim und in Eisenberg dazu. Durch den gelungenen Schlussspurt kletterte die Mannschaft sogar bis auf Rang neun, wo sie derzeit überwintert. Immer wieder verwies Trainer Stephan Szymczak im Laufe der Vorrunde auf die Unerfahrenheit seiner Mannschaft, sah sie gegen Ende des vergangenen Jahres dann aber besser in der Klasse angekommen. Ein weiteres Manko sieht der Coach im kleinen Kader des Sportclubs. Der Mannschaft fehlten Spieler im Alter zwischen 22 und 28 Jahren. „Wir haben ganz junge und ältere Spieler.“ Bereinigt man die Tordifferenz um den außergewöhnlichen Kantersieg gegen Leiningerland, so hat der SC mit 26 Treffern nicht übermäßig viele Treffer erzielt, mit 36 Toren aber einige zu viel einstecken müssen, sodass der derzeitige Platz mit dieser Punktausbeute fast als optimal zu bezeichnen ist. Das sieht auch Szymczak so. Die Offensive sei ein wenig die Problemzone, zumal keine Alternativen im Kader seien. Szymczak hofft auf die Rückkehr von Daniel Estelmann nach der Winterpause. Wobei der SC mit Denis Reinwald und Masen Shanab zwei gute Torjäger in seinen Reihen hat, die es zusammen immerhin auf 23 Tore bringen. Shanab ist mit seinen 36 Jahren zwar mit einem ordentlichen Torriecher ausgestattet, muss aber in läuferischer Hinsicht Abstriche machen. Denis Reinwald spielt meist gar nicht in vorderster Front, kommt eher aus der zweiten Reihe. 17 der 23 Zähler hat der SC auf eigenem Platz ergattert. In der Defensive sei seine Mannschaft manchmal zu einfältig gewesen. „Oft haben wir die Gegentore schon sehr früh im Spiel bekommen“, sagt Szymczak. Daran will er arbeiten. Da sich in Sachen Neuzugängen wohl nur wenig in der Winterpause bewegt (Szymczak: „Wir haben bisher mit keinem Spieler gesprochen“), wird der bestehende Kader versuchen, die Mission „Klassenverbleib“ zu Ende zu führen. „Unser Ziel ist es, den Abstand nach unten nun zu halten, wenn es gut läuft, in der RHEINPFALZ-Tabelle auf die linke Seite, sprich unter die ersten acht Mannschaften zu springen“, präzisiert Szymczak. Testspiele —SC Bobenheim-Roxheim I – TSV Bockenheim, Samstag, 30. Januar, 14 Uhr, Kunstrasenplatz. —SC Bobenheim-Roxheim II – TuS Großkarlbach, Sonntag, 31. Januar, 14 Uhr, Kunstrasenplatz.

x