Frankenthal Wochenendtipp: Rheinland-Pfalz-Meisterschaften im Lead-Klettern in Frankenthal
Gut 160 Teilnehmer haben für die 21. offenen Rheinland-Pfalz-Meisterschaften im Lead-Klettern gemeldet. Am Samstag suchen die Kletterer im Frankenthaler Pfalz Rock in der Mörscher Straße ihre Champions. Die Gastgeber von der Sektion Frankenthal des Deutschen Alpenvereins (DAV) haben vor allem bei der Jugend Hoffnungen auf Siege.
Offene Rheinland-Pfalz-Meisterschaften – das heißt, dass auch Sportler aus dem Saarland, aus Hessen und Nordrhein-Westfalen in der Vorderpfalz am Start sein werden. „Es wird viel los sein“, sagt dann auch Kai Siedler, stellvertretender Vorsitzender des Frankenthaler DAV. Er rechnet mit rund 40 Teilnehmern, allein jeweils bei den Frauen und Herren. Dazu kommen noch die Jugendlichen. Am Dienstagabend haben die Frankenthaler Kletterer zum letzten Mal die Wände in „ihrer“ Halle erklommen. Danach wurde der Pfalz Rock gesperrt. Hintergrund: Die Routen für die Meisterschaften werden neu geschraubt. Die Elemente, die bislang in der Halle verschraubt waren, kommen raus. Verantwortlich dafür ist Luke Brady aus Kaiserslautern, der die notwendige Lizenz zum Routen schrauben hat. Los geht’s am Samstag schon am Vormittag. Von 9.30 bis circa 13.30 Uhr finden die Qualifikationen für die Finalwettkämpfe statt. Die Jugend startet mit den Entscheidungen um 15 Uhr. Damen und Herren ermitteln ab 18 Uhr ihre Meister. Sieger ist, wer am höchsten klettert. Auf die Favoriten angesprochen, sagt Kai Siedler erst: „Schwierig.“ Aber vor allem bei den Jugendlichen rechnen sich die Frankenthaler die eine oder andere Podestplatzierung aus. Bei der männlichen C-Jugend könnte Michael Siedler, der amtierende Rheinland-Pfalz-Meister, sich ganz vorne einreihen. Einer seiner Hauptkonkurrenten könnte der Wormser Till von Bothmer sein. Bei der männlichen B-Jugend ruhen die Frankenthaler Hoffnungen auf Erik Grabo. Der amtierenden Rheinland-Pfalz-Meisterin Laura Hansen (Frankenthal) sowie Julanda Peter und Lucie Dörle (beide aus Kaiserslautern) räumt Kai Siedler große Chancen bei der weiblichen B-Jugend ein. Bei den Herren gehören der Frankenthaler Johannes Lau, Sieger 2015 und ehemaliger Europameister im Speed-Klettern, und Titelverteidiger Matthias Conrad aus Zweibrücken zu den Favoriten auf einen Platz auf dem Siegertreppchen. „Die heißesten Eisen als Favoriten bei den Damen“ sind laut Kai Siedler Luna Friedrich und Lucie Molitor. Beide kommen aus Zweibrücken. Siedler weiß auch, welche Fähigkeiten die Aktiven mitbringen müssen, wollen sie an den Wänden des Pfalz Rock bestehen. „Kraft in den überhängenden Teilen und Ausdauer, wenn man es bis ganz nach oben schaffen will.“ Unten gehe es leicht los. „Aber nur die Besten kommen oben an.“ Man müsse schnell erkennen, welche Bewegung gefordert sei, sich schnell auf die Gegebenheiten einstellen. Für die Teilnehmer der Finals müssen da fünf Minuten Besichtigung reichen. Dann kommen sie 90 Minuten vor dem Wettkampf in die Isolationszone. „Ohne Handy“, betont Kai Siedler. Die Gewinner sehen sich am 21. Oktober in Frankenthal wieder. Dann finden im Pfalz Rock die westdeutschen Meisterschaften statt. Etwa 60 Helfer sorgen dafür, dass die Veranstaltung reibungslos über die Bühne geht. Darunter sind Schiedsrichter, Sicherer und solche, die sich um die Verpflegung der Sportler und Besucher kümmern. „Ohne die Ehrenamtlichen geht’s nicht. Die machen diese Veranstaltung erst möglich“, betont der stellvertretende Vorsitzende des DAV Frankenthal. Dem Schiedsgericht gehören auch Christa und Norbert Lau aus Frankenthal an, die auch bundesweit als Schiedsrichter tätig sind. „Ab Montag kann dann wieder ganz normal geklettert werden in der Halle“, sagt Kai Siedler. Die Wettkampfrouten bleiben für die Freizeitkletterer erst mal in der Wand.