Frankenthal Weihnachtlicher Zauber erklingt

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Seit Anfang der 1980er-Jahre schmückt ein goldfarbener Zimbelstern die Orgel der katholischen Kirche Sankt Maria Magdalena in Roxheim. Das Effektregister hat Organist Werner Garecht damals aus eigener Tasche bezahlt.

„Ein Zimbelstern ist selten in unserer Gegend, sogar in Speyer gibt es ihn nicht“, so Garecht, der als Zwölfjähriger zum ersten Mal Orgel gespielt hat. Heute ist der ehemalige Grundschuldirektor 86 Jahre alt und präsentiert stolz das Effektregister, das aus zwei Komponenten besteht: einem rotierenden Stern und dem Spielwerk. „Der Zimbelstern ist eigentlich nur eine Verzierung. Er könnte auch im Hauptwerk der Orgel sein, aber hier sitzt es vorne auf dem Vorwerk. Sein Spielwerk ist nicht verpackt, sodass man die Mechanik sehen kann“, erklärt Pfarrer Andreas Rubel. Wenn Garecht an der Orgel bei den Registern auf der linken Seite den Schalter mit der Nummer 33 drückt, beginnt sich der Zimbelstern zu drehen und die Glöckchen erklingen. „Am rotierenden Stab befinden sich Holzreiter, die die Glöckchen anschlagen. Dadurch, dass die Holzreiter versetzt sind, schlagen sie die Glöckchen nacheinander an – vom Großen zum Kleinen“, so Rubel. Eine Oktave umfasse das Glockenspiel, ergänzt Garecht. Der Zimbelstern, dessen Geschwindigkeit mit einem schwarzen Rädchen reguliert werden kann, wird nur bei festlichen Liedern und großen Gottesdiensten eingeschaltet. „Ich sehe immer das Lächeln der Leute, wenn das Glockenspiel anfängt“, erzählt der Pfarrer und Garecht ergänzt: „Dann wird danach auch mal geklatscht.“ In der morgigen Christmette ist es wieder so weit: Wenn die Gemeinde zum Abschluss der feierlichen Messe „Stille Nacht“ singt, dann drückt der Organist oben auf der Empore den Schalter mit der Nummer 33 und zaubert so den Leuten ein Lächeln auf das Gesicht. (nhe)

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