Frankenthal
Was am Jakobsplatz geplant ist
Ein Sockelbau mit Verkaufsfläche für einen Einkaufsmarkt plus Platz für ein Quartiersbüro und ein mögliches Café sowie eine Tiefgarage, darüber aufsteigend je ein drei- und viergeschossiges, 15 beziehungsweise 18 Meter hohes Wohngebäude, dazwischen ein 1500 Quadratmeter großer Dachgarten: So sieht das Grundgerüst dessen aus, was der Investor Pro Concept am Jakobsplatz bauen will.
In der Variante, die bei einem Beteiligungsprozess eine Mehrheit fand, und auch vom Stadtrat abgesegnet wurde, sind nach derzeitigem Stand 72 Wohneinheiten vorgesehen. Über eine flexible Grundrissstruktur will Pro Concept unterschiedliche Bewohner – von Senioren bis Familien – ansprechen. Alle Wohnungen seien barrierefrei, möglichst sogar rollstuhlgerecht. Gebaut werden soll energieeffizient und nachhaltig. Grundsätzlich sei das Unternehmen Bestandshalter und vermiete selbst, festlegen will man sich aber noch nicht. Mindestens 30 Prozent der Wohnungen müssen laut Stadtratsbeschluss gefördert oder für besondere Wohnformen geplant sein.
Dachgarten nicht öffentlich
Über den oberirdischen Supermarktparkplätzen ist eine Auskragung geplant. Der Anlieferverkehr sei so abgeschirmt. Anwohner hatten Bedenken geäußert, dass hier und im Dachgarten ein „Angstraum“ entstehe und die Flächen vermüllt werden. Die Anlieferung des Marktes ist, wie bei der bestehenden Edeka-Filiale, an der nordwestlichen Gebäudeseite vorgesehen und soll unter dem Wohngebäude, im überbauten Bereich stattfinden. Eine Tiefgarage erstreckt sich über das gesamte Grundstück, die Zufahrt erfolgt von der nordwestlichen Grundstücksseite aus. Erschlossen ist das Grundstück im Süden und Osten zu Fuß über den Jakobsplatz sowie zu Fuß und mit dem Auto im Norden und Westen über die Lucas-Cranach-Straße.
Eine Dachterrasse im ersten Obergeschoss zwischen den beiden Aufbauten soll laut Plan „intensiv begrünt und in verschiedene Zonen mit unterschiedlichen Nutzungen aufgeteilt“ werden. Anders als bislang dargestellt ist die Nutzung des Dachgartens allerdings den Mietern vorbehalten. Der Bereich sei nicht öffentlich zugänglich, hatte Awes Khan, Leiter Immobilien bei Pro Concept, jüngst im Planungs- und Umweltausschuss informiert.
