Frankenthal Von Liverpool lernen
«Frankenthal.» Mit dem TSV Eppstein und der VT Frankenthal treffen am Sonntag (15 Uhr) in unserem Spiel des Tages zwei Mannschaften in der Fußball-B-Klasse aufeinander, die bisher aus ihrer jeweiligen Sicht eine ordentliche Saison gespielt haben. Der TSV peilt in der Endabrechnung noch Platz drei an, die VT will den einstelligen Tabellenplatz absichern.
Die Eppsteiner mussten sich nach dem Abstieg aus der A-Klasse unter Neu-Trainer Uwe Naßhan erst einmal finden. Inzwischen spielt der TSV aber ordentlich mit, ist mit 44 Punkten Sechster. Beindersheim und Heßheim sind an der Spitze enteilt. Doch nach einer bisher guten Rückrunde – Eppstein ist das drittbeste Team der Rückserie – ist der TSV an Rang drei wieder dran. Die derzeit dort platzierte DJK Schwarz-Weiss Frankenthal hat nur zwei Zähler mehr auf dem Konto. „Wenn wir es in der Endabrechnung schaffen, auf Platz drei zu springen, wäre das ein Riesending für uns“, sagt Naßhan. Allerdings plagt den TSV schon seit Saisonbeginn ein Problem: der kleine Kader. Am Sonntag fehlen Patrick und Dominik Maginot sowie Nils Herrmann, fraglich sind Simon-Marius Schermer und Andreas Küster. Um Kräfte zu sparen, haben die Eppsteiner am Dienstag eine Trainingseinheit ausfallen lassen und sich die Champions-League-Partie Liverpool gegen AS Rom angeschaut. Was konnten die Jungs lernen? „Das Tempospiel“, sagt Naßhan und lacht. Und bei Bayern München in der Partie gegen Real Madrid hat er Parallelen zu seiner Mannschaft entdeckt: „Die schlechte Chancenverwertung.“ Ähnlich wie sein Pendant beim TSV Eppstein, so hat auch Steffen Jaeschke, Trainer der VT Frankenthal, mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Mit Giuliano La Rosa und Marcel Ackermann fallen ihm zwei Stützen weg: „Das schmerzt uns schon“, sagt Jaeschke, der mit seinem Mit-Trainer Sacha Kihm vergangene Saison noch beim TSV spielte. „In der Mannschaft steckt immer noch viel Qualität“, meint Jaeschke. Trotzdem trete die VT nicht an, um die Punkte zu überbringen. „Wenn wir so spielen wie jüngst gegen Freinsheim, mache ich mir keine Gedanken“, sagt Jaeschke. Die VT steht zwar mit 31 Punkten auf Platz acht weit weg von der Abstiegszone, die in den vergangenen Spielzeiten eher der Aufenthaltsbereich der VT gewesen ist. Aber um das Saisonziel einstelliger Tabellenplatz zu erreichen, müsse seine Mannschaft noch einige Hausaufgaben machen, meint Jaeschke. RHEINPFALZ-Tipp: 2:2