Frankenthal VfR und MTSV verdient im Finale

Steffen Wulf (rechts) vom ASV Heßheim gewinnt den Zweikampf gegen David Rittmann vom TSV Eppstein.
Steffen Wulf (rechts) vom ASV Heßheim gewinnt den Zweikampf gegen David Rittmann vom TSV Eppstein.

«Frankenthal.» Die beiden Finalteilnehmer VfR Frankenthal und MTSV Beindersheim mussten sich im jeweils letzten Gruppenspiel um die Tickets fürs Endspiel durchsetzen. Das gelang beiden Mannschaften ohne große Probleme.

Gruppe 1

In der Gruppe zwei lief alles auf ein „Endspiel vor dem Endspiel“, wie Halil Kaya, Trainer des VfR Frankenthal es nannte, heraus. Bezirksligist VfR und A-Klassist ASV Heßheim machten im letzten Spiel der Zwischenrundengruppe den Endspielteilnehmer aus dieser Staffel unter sich aus. Und da erwies sich der klassenhöhere Verein als die abgezocktere Mannschaft. 4:0 gewann der VfR nach Treffern von Timucin Sürmen, Florian Kaiser, Pascal Renner und erneut Kaiser. Zuvor hatte der ASV die Nase in der Gruppe vorne, weil sich das Team, das in der Halle von Sebastian Kröhnert betreut wurde, zweimal souverän durchsetzte. Zum Auftakt des dritten Turniertags gab’s ein ungefährdetes 3:0 gegen A-Klassist DJK Eppstein, was Eppsteins Coach Tobias Hinkel gar nicht gefiel. „Wir haben die ersten Minuten verschlafen. Dann haben wir kein Tor geschossen“, grantelte der Trainer. Den Heßheimern war’s egal. Sie zogen gegen den B-Klassisten weiter ihre Kreise und gewannen auch diese Partie 3:0 nach Toren von Timo Liese, Simon Schermer und Manuel Mieger. „Jetzt haben wir einen schönen Matchball“, meinte Sebastian Kröhnert. Allerdings erwartete er von seinem Team eine Leistungssteigerung gegen den VfR. „Sonst schießt uns Frankenthal ab.“ Ganz so schlimm war es nicht, aber gegen den VfR fehlte dem ASV dann das Durchsetzungsvermögen. Der VfR hatte zum Auftakt den TSV Eppstein 4:2 bezwungen. Gegen die DJK Eppstein tat sich die Truppe allerdings etwas schwerer und musste sich mit einem 2:2 zufrieden geben. „Wir hätten cleverer spielen müssen. Durch unsere individuelle Klasse haben wir die Partie offen gehalten“, meinte Halil Kaya. Für B-Klassist TSV Eppstein war in der Gruppe nichts zu holen. Trainer Uwe Naßhan war allerdings nicht zu verärgert. „Wir sind die klassentiefste Mannschaft in der Gruppe. Am Ende haben Kleinigkeiten entschieden. Gegen die DJK war aber mehr drin“, spielte er auf die 1:2-Niederlage seines Teams im Vorortderby gegen die DJK Eppstein an. Gruppe 2 Drei Spiele, drei Siege – der MTSV Beindersheim blieb in der Zwischenrunde auf Titelkurs und hinterließ in der Gruppe 2 den stabilsten und spielerisch besten Eindruck. Gegen den VfR Frankenthal II, der in der Vorrunde am Vortag sehr ansehnlichen Fußball gespielt hatte, setzte der MTSV beim 3:1-Erfolg gleich einmal ein Zeichen Richtung Konkurrenz. Das zweite Spiel gewannen die Beindersheimer mit 3:0 gegen Vatanspor Frankenthal. Damit gab es ein Endspiel um den Gruppensieg, in dem der MTSV allerdings den kleinen Vorteil hatte, nicht gewinnen zu müssen. Denn die DJK Schwarz-Weiss Frankenthal hatte in ihrem ersten Spiel beim 1:1 gegen Vatanspor Frankenthal nur einen Punkt geholt und dann 3:2 gegen den VfR Frankenthal II gewonnen. DJK-Trainer Wissam Abdul-Ghani war vor dem Vergleich mit dem MTSV guten Mutes: „Wir wollen Gas geben und versuchen, ins Finale zu kommen. Bis jetzt haben wir ordentlich gespielt.“ Beindersheim ging im Gruppenfinale zwar mit 1:0 durch Matthias Nagel in Führung, aber die Schwarz-Weißen kämpften. In der siebten Spielminute glich Ramazan Karaoglu zum 1:1 aus. Dann stand das Spiel lange auf Messers Schneide. Erst in der Schlussminute machte Adrian Fitz mit seinem Treffer alles klar für den MTSV, der sich damit wie bereits im Vorjahr für das Finale qualifizierte. Sowohl der VfR II als auch Vatanspor konnten damit am Finaltag nicht mehr entscheidend in den Wettbewerb eingreifen, blieben spielerisch hinter den zuvor gezeigten Leistungen zurück. Im bedeutungslosen letzten Spiel der Gruppe trennten sich Vatanspor und der VfR Frankenthal II 2:2. Beide Trainer, Axel Maysiuk (Vatanspor) und Martin Wohlschlegel (VfR II), waren trotz der mageren Ausbeute am Samstag insgesamt zufrieden mit dem Turnierverlauf. Das komplette Team von Vatanspor hatte noch einen ganz eigenen Höhepunkt im Anschluss, denn Torwart Ahmet Aksogan feierte am Samstag Hochzeit. Zu diesem Fest zog es die Mannschaft. Aksogan soll laut Maysiuk sogar für wenige Spiele als Zuschauer in der Halle Am Kanal gewesen sein. VfR-Trainer Martin Wohlschlegel meinte, dass es der Mannschaft im Gegensatz zur Vorrunde anzumerken gewesen sei, dass zwei erfahrene Spieler gefehlt haben. „Technisch hatten es unsere Nachwuchsleute drauf. Es hat ein wenig am Körperlichen gefehlt.“ Der VfR II wurde mit drei Niederlagen Vierter in der Zwischenrunde, Vatanspor belegte Platz drei.

Fatjon Syla (weißes Trikot) vom VfR Frankenthal II versucht, sich gegen Paul Neumann und Torwart Oguzhan Akkus (DJK SW) durchzus
Fatjon Syla (weißes Trikot) vom VfR Frankenthal II versucht, sich gegen Paul Neumann und Torwart Oguzhan Akkus (DJK SW) durchzusetzen.
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