Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Verbandspokal: DJK Eppstein trifft auf Bezirksligist LSC

DJK-Neuzugang Paul Schröder (Mitte), hier im Kreispokal-Finale gegen den SV Obersülzen im Zweikampf mit Timon Steck (rechts), ha
DJK-Neuzugang Paul Schröder (Mitte), hier im Kreispokal-Finale gegen den SV Obersülzen im Zweikampf mit Timon Steck (rechts), hat bislang einen guten Eindruck hinterlassen.

Der nächste bitte – beim A-Klassisten DJK Eppstein könnte damit die nächste Pokalpartie oder der nächste Verletzte gemeint sein. Vorläufig geht es um den Pokal. Und da ist die DJK erst mal Außenseiter.

Das dezimierte Team von DJK-Coach Stephan Krön empfängt am Sonntag, 18 Uhr, in der zweiten Runde des Verbandspokals den Bezirksligisten Ludwigshafener SC. Und eigentlich sind Spiele, vor allem Pflichtspiele, in der Vorbereitung gern genommene Testmöglichkeiten. Doch es ist Krön anzumerken, dass er auf die Verbandspokalpartie gegen den LSC gerne verzichten würde. Der Grund: Gleich sieben verletzte oder angeschlagene Spieler hat er zu verzeichnen.

„Wir haben relativ früh damit angefangen, Belastung ins Training zu bekommen“, berichtet Krön. Doch nicht allein die Übungseinheiten hätten zur aktuellen Personalnot beigetragen. Nach acht Monaten Pause seien die vier jüngsten Begegnungen im Kreispokal für einige Spieler einfach zu viel gewesen. Einige Akteure seien da über die Schmerzgrenze hinausgegangen, erklärt der Coach. Für die Partie gegen den LSC müsse er nun improvisieren und sein Team umbauen.

Rollen klar verteilt

Der Kader des A-Klassisten sei mit 24 Spielern groß genug, berichtet Krön. 17 davon werden am Sonntag zur Verfügung stehen. Darunter ist auch Paul Schröder, auf den Krön große Stücke hält. Der Neuzugang vom SC Bobenheim-Roxheim war bisher in nahezu jedem Spiel im Einsatz. Lediglich im Kreispokalfinale gegen den SV Obersülzen saß Schröder 50 Minuten lang auf der Bank. Gegen den Ludwigshafener SC wird er wahrscheinlich von Beginn an spielen. „Paul ist in jedem Training sehr motiviert. Er ist ein Spieler, der brennt“, lobt Krön seinen Schützling. Der Trainer traut dem Neuzugang zu, dass er in Partien gegen höherklassige Teams über sich hinauswachsen kann.

Allerdings seien die Rollen vor dem Pokalduell klar verteilt. „Der LSC ist klarer Favorit. Die wollen sicher nichts anbrennen lassen“, meint Krön, der großen Respekt vor dem Team von LSC-Coach Steffen Lang hat. Der Kader der Gäste sei individuell stärker und auf allen Positionen gut besetzt. „Dominik Schmitt wird die Fäden ziehen, Bernd Fröhlich hat die Erfahrung, und Yannick Takpara hat eine enorme Geschwindigkeit“, erklärt Krön.

Konzentriert und defensiv

Mit einer konzentrierten und defensiven Spielweise soll die DJK deshalb den Ludwigshafenern begegnen. Die sprichwörtliche Null soll möglichst lange stehen, so Krön. „Eine gute Torwartleistung wird wichtig sein für uns.“ Zur Startaufstellung will er vor der Begegnung keine Angaben machen. Klar ist: Die Defensive soll kompakt stehen, das Team wird auf Konter setzen. „Ich traue meiner Mannschaft schon zu, dass sie gegen den LSC ein oder zwei Tore schießt“, sagt Krön. „Dazu müssen wir gut in die Zweikämpfe kommen und auf die zweiten Bälle gehen.“

Alles in allem keine leichte Aufgabe gegen den Bezirksligisten. Der LSC ist derzeit gut drauf. Vier ihrer bislang fünf Begegnungen gewannen die Gäste. In der ersten Pokalrunde feierte das Team einen 3:1-Erfolg gegen Landesligist VfR Grünstadt. „Die Brust sollte breit sein nach dem Sieg“, sagt LSC-Trainer Lang. Er nimmt die Favoritenrolle gerne an, warnt aber vor dem Kontrahenten: „Wir wissen, dass ein Spiel schnell kippen kann.“ Lang will nichts dem Zufall überlassen und mit der bestmöglichen Mannschaft an den Start gehen. „Das ist unser letztes Spiel vor dem Ligastart“, begründet er die Entscheidung.

„Wir wollen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken“, betont Lang. Mit viel Ballkontrolle und Tempo will er in die nächste Pokalrunde einziehen. Das möchte die DJK verhindern – aber wohl nicht mit allen Mitteln. „Unser Fokus liegt ganz klar auf der Liga, dann kommt der Kreispokal, und dann der Verbandspokal an letzter Stelle“, stellt Krön klar. Noch mehr Verletzte will der DJK-Trainer nicht riskieren.

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