Fussball
Verbandsliga: Randazzo will mit A-Jugend des VfR Aufstiegsrunde erreichen
Nach zwei vierten Plätzen hintereinander schloss das von Randazzo betreute Team die Landesligasaison 2018/19 als Vizemeister ab. Ein Jahr später wurde der VfR-Nachwuchs Erster und stieg in die Verbandsliga auf. Dann kam Corona, und die Runde wurde abgebrochen.
Die aktuelle Spielzeit läuft. Und die hat für die A-Jugend der Frankenthaler mit Siegen gegen die BFV Hassia Bingen (3:1) und die JSG SC 1919 Hauenstein (2:1) gut angefangen. Doch dann geriet der Motor etwas ins Stottern. Anfang Oktober holte die Truppe noch einen Punkt beim TSV Gau-Odernheim, die übrigen vier Partien gingen verloren. Mit sieben Zählern steht der VfR in dem 15 Teams umfassenden Tableau aktuell auf dem zwölften Platz.
Siebenmal Aluminium
„In den ersten beiden Begegnungen waren wir vollzählig“, berichtet Randazzo. „Danach hatten wir einige Verletzte und Kranke zu beklagen. Andere mussten in Quarantäne.“ Viele seiner Spieler seien noch Schüler, und in Zeiten von Corona sei eben alles nicht ganz so einfach. Doch das gehe natürlich auch den anderen Teams so, räumt er ein.
Beispielhaft für die momentane Lage beim VfR-Nachwuchs sei das jüngste Heimspiel am Samstag gegen den SVW Mainz verlaufen. Die Gastgeber unterlagen 0:3 (0:1). „Wir hatten nur 14 Mann zur Verfügung, darunter waren einige B-Jugendspieler“, sagt Randazzo. „Die Partie hätten wir aber nicht verlieren müssen. Wir haben durch leichte Fehler zwei unnötige Gegentore bekommen, und dann hatten wir auch noch Pech bei unseren Chancen.“ Siebenmal hätten seine Kicker Aluminium getroffen.
Für den Übungsleiter ist der aktuelle Tabellenplatz jedoch nur eine Momentaufnahme. Zum einen habe seine Mannschaft erst sieben Spiele bestritten, die meisten anderen Teams bereits acht oder neun. Zum anderen gehe es im Klassement noch sehr eng zu. Der Tabellenelfte Bingen hat bereits neun Partien absolviert, verfügt aber nur über drei Zähler mehr als die Frankenthaler. Und selbst die zweite Mannschaft des FC Speyer 09, die ebenfalls schon zwei Spiele weiter ist, kommt auf dem vierten Platz lediglich auf 14 Zähler.
Aufstiegsrunde im Blick
Als Ziel für die aktuelle Saison gibt er das Erreichen der Aufstiegsrunde aus, die im März beginnt. Dafür muss der VfR unter die ersten sieben Teams kommen. „Dann wissen wir, dass wir nicht absteigen“, betont Randazzo. Zurück in die Landesliga will er nicht. Er sei auch zuversichtlich, dass die Klasse gehalten werde. „Der Wille und Ehrgeiz haben im Spiel gegen Mainz gestimmt. Das war in den Spielen davor nicht immer so. Da gingen manchmal die Köpfe nach unten, anstatt nachzusetzen“, erklärt er.
Um das Saisonziel zu erreichen, wird dreimal in der Woche trainiert, immer vor den ersten Herren. Das kommt dem Trainer entgegen, der im Anschluss an die Übungseinheiten mit den A-Junioren selbst ins Herrentraining muss. Es dient zudem der Vernetzung des Nachwuchses mit den Aktiven. Auch Herren-Chefcoach Martin Wohlschlegel hat die jungen Talente im Blick. Die Schwerpunkte im Training setzt Randazzo auf Technik und taktisches Verständnis. „Die Jungs sollen saubere Pässe spielen lernen und ein Verständnis für das Spiel entwickeln.“
Die Arbeit mit Jugendlichen macht dem 29-Jährigen, der beruflich als Kaufmann im Baustoffhandel tätig ist, großen Spaß. „Es ist toll zu sehen, wie sich die Jungs als Spieler und auch als Mensch entwickeln. Man bekommt sehr viel zurück“, betont Randazzo, der schon im Alter von 17 Jahren die D-Jugend betreut hat. Er verweist auf Kicker wie Bastian Hommrich oder Liam Pascal Spiegel, die er vor einigen Jahren in der A-Jugend trainiert hat und die inzwischen mit ihm zusammen bei den ersten Herren spielen.
Kader mit Potenzial
Sein Ziel als Trainer sei es, jeden einzelnen Spieler besser zu machen. Auch im aktuellen Kader sieht er großes Potenzial. Als Beispiel nennt er seinen Kapitän Alessio Kulawik, Vincenzo Caschetto, Jan Toth, Paul Breyer oder Sandro Lopez Maus. Stolz sei er auch auf Till Krämer, der es kurz vor Rundenbeginn in den Kader geschafft habe und schnell zu einem echten Leistungsträger geworden sei. Die talentierten Kicker belegten die gute Jugendarbeit im Verein. „Wir setzen bei den Aktiven auf die eigene Jugend.“
Randazzo verweist auch auf sein Team: Co-Trainer Philipp Schwaderkapp und Betreuerin Jasmin Seidenspinner. „Wir arbeiten sehr gut zusammen. Uns ist wichtig, dass die Jungs lernen, Verantwortung zu übernehmen, auch außerhalb des Platzes.“ So seien die Spieler ins Organisatorische eingebunden, kümmerten sich beispielsweise auch mal darum, Sponsoren anzusprechen.
„Die Mentalität stimmt“, betont Randazzo. Er ist optimistisch, dass seine Mannschaft wieder in die Spur findet. „In den kommenden Spielen müssen wir Punkte holen“, sagt der Coach. Die nächste Gelegenheit dazu gibt es am Samstag, 20. November, 17 Uhr, beim Tabellenvierzehnten TuS Knittelsheim.