Frankenthal Umgestaltung zurückgestellt

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Die Pläne der Verwaltung, die Grünanlage am Konrad-Adenauer-Platz im Stadtteil Lauterecken im großen Stil umzugestalten, verschwinden erst einmal in der Schublade. Nach einem Rundgang mit 50 Anwohnern am Donnerstag hat Bürgermeister Martin Hebich (CDU) das Vorhaben vorläufig ausgesetzt.

Beim Ortstermin wandten sich die meisten Anwohner gegen kostenintensive Eingriffe in die Grünfläche und plädierten dafür, das Geld – laut Haushaltsplan 320.000 Euro – lieber für die Instandsetzung der umliegenden Straßen und die Beseitigung der Stolperfallen auf den Gehwegen auszugeben. Aufgrund einer „gewissen Überalterung“ bestehe bei dem in den 1970er-Jahren entstandenen Park in einigen Bereichen Verbesserungsbedarf, erläuterte Hebich vor rund 50 Interessenten, darunter zahlreiche junge Familien mit Kindern. Allerdings müsse zwischen der Grünanlage und dem Kinderspielplatz unterschieden werden. Beispielhaft für den abgewirtschafteten Zustand des Areals nannte Gisela Witte vom Bereich Planen und Bauen den Wildwuchs auf der Südseite. „Hier ist keine Pflege mehr möglich, ein Rückschnitt führt nicht weiter“, meinte sie. Schnell hatten einige Anwohner den Grund für diese Misere ausgemacht: Die Pflegestandards seien in den letzten Jahren deutlich zurückgefahren worden, städtisches Personal werde auf dem Platz kaum noch gesichtet. Hebich und Witte wiesen darauf hin, dass ein neues Pflegekonzept für die städtischen Anlagen in Arbeit sei. Fachtechnischer Hinweis von Witte: „Bei einer Minimalpflege kippt die Anlage.“ Dies konnten die Bürger nicht ganz nachvollziehen. Ein Rückschnitt – wie auch in privaten Gärten üblich – reiche völlig aus, argumentierten sie. Mit Blick auf das im Raum stehende Kostenvolumen von 320.000 Euro und die Überschuldung der Stadt reagierten einige Anwohner ungehalten, als es um die aufgezeigten Unebenheiten und Absenkungen auf den Wegen ging. Das Pflaster herauszureißen und einen neuen Belag aufzubringen, wurde als völlig unverhältnismäßig abgetan. Schon eher anfreunden konnte man sich mit dem Entfernen der stacheligen Feuerdornhecke auf der Nordseite, wenngleich einige Kinder ihre dort eingerichteten Verstecke und Höhlen nicht aufgeben wollen. Auch an der Frage, in welcher Form die Anlage beleuchtet werden kann – die vorhandenen Laternen sind nicht mehr funktionstüchtig –, schieden sich die Geister. Beim Rundgang thematisiert wurde auch eine Vergrößerung der Rasenfläche, die vorwiegend zum Fußballspielen genutzt wird. Der Wunsch des Nachwuchses, dort zwei Tore aufzustellen, war daher verständlich. Bürgermeister Hebich will sich „kurzfristig“ der Sache annehmen. Nach zwei Stunden intensiver, zum Teil auch kontrovers geführter Diskussion reifte beim Baudezernenten der Entschluss, die Umgestaltung der Anlage zurückzustellen und die dafür vorgesehenen Haushaltsmittel vorerst zu sperren. Martin Hebich will jetzt eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Fraktionen und Bürgerschaft ins Leben rufen, um eine vernünftige und kostensparende Lösung für den Konrad-Adenauer-Platz zu finden. Die Ergebnisse sollen in einer Bürgerversammlung vorgestellt und anschließend in den städtischen Gremien beraten werden. (eec)

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