Frankenthal
TuS Flomersheim: Entwässerung von Rasenplatz am Ende
Bei einer Kamerabefahrung in der vergangenen Woche hatte sich laut Stadt herausgestellt, dass die Drainage zur Entwässerung des Naturrasenplatzes zusammengebrochen sei. „Das sieht ganz schlecht aus“, entfuhr es Julia Hoppe, Bereichsleiterin Sport und Kultur, am Dienstag im Sportausschuss. Die Folge? Das müsse nun erst einmal diskutiert werden, sagte Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU). Doch die Probleme jetzt sind nicht neu. 2014 wurde der Hartplatz des TuS Flomersheim zum Naturrasen umgestaltet. Regelmäßig war das Spielfeld in der Folge wegen Staunässe für Trainingseinheiten und Ligabetrieb gesperrt. Dem Verwaltungsvorschlag, den Platz für rund 140.000 Euro komplett zu sanieren stimmte der Sportausschuss im November 2022 zu. Wegen der Probleme war jedoch auch immer wieder der Ersatz durch einen Kunstrasen Thema.
Auf die Nachfrage von Sylvia Classen-Czeczerski (Grüne) am Dienstag, ob man nun nicht doch nicht besser gleich über den Bau eines Kunstrasenplatzes nachdenken solle, reagierte OB Hebich (CDU) leicht unwirsch. Die Sanierung sei sicher nicht optimal, aber vertretbar. Der Bau eines Kunstrasenplatzes sei eine andere Dimension und müsse aus einem ganz anderen Topf finanziert werden. Außerdem habe der Rasenplatz das Ende seiner Lebensdauer noch nicht erreicht. Würde ein Kunstrasenplatz hier bezahlt, ginge das wohl zu Lasten anderer Projekte. „Vielleicht war es ja schon beim Bau des Naturrasens nicht der optimale Untergrund“, räumte der OB selbstkritisch ein.
Stadt: Platz trotzdem bespielbar
Die Flomersheimer Ortsvorsteherin Heike Haselmaier (CDU) beklagte am Dienstag, dass nun seit 2019 über die Sanierung geredet werde, „aber nichts Gescheites gemacht wurde“. Dabei betone Frankenthal doch immer, dass es eine Sportstadt sei. Nach ihrem Eindruck sei der Platz jetzt komplett am Ende. Hoppe widersprach insofern, dass der Rasen nach wie vor bespielbar sei, nur eben ab und zu ausgewichen werden müsse. „Das ist bei anderen Naturrasenplätzen nicht anders.“
Markus Baumgärtner, Vorsitzender des TuS Flomersheim, sagte im Anschluss der Sitzung auf Nachfrage, dass er keine Alternative für den Bau eines Kunstrasenplatzes sehe. Es stimme im Prinzip schon, dass der Platz bespielbar sei, aber an einigen Stellen „sieht er schon verheerend aus“. Aus seiner Sicht sei es einfach nicht wirtschaftlich, jetzt noch einmal Geld in eine Sanierung zu stecken. Andere Naturrasenplätze seien einfach nicht so intensiv bespielt, wie der in Flomersheim. Wenn Mannschaften des TuS auf andere Plätze ausweichen, hätten sie dort keine Lagermöglichkeiten, Trainingsutensilien müssten immer ins Auto gepackt werden. „Die Alternative wäre, dass wir Mannschaften vom Spielbetrieb abmelden. Einige Trainer habe ich auch schon seit Wochen nicht mehr gesehen. Das geht auf Kosten der Gemeinschaft“, befürchtet Baumgärtner.