Frankenthal Theoretische Restzweifel ausräumen
«DIRMSTEIN.»Für Eckbachtals Trainer Thorsten Koch ist die Meisterschaft in der Handball-Pfalzliga zu 99 Prozent zugunsten seiner Mannschaft entschieden. Ein Punkt fehlt der Spielgemeinschaft noch zum Glück. Diesen wollen die Gekkos heute um 18 Uhr in der Rhein-Pfalz Halle in Römerberg gegen den TuS Heiligenstein einfahren.
Denn rein theoretisch könnte Waldsee den Eckbachtaler Spielern den Titel noch streitig machen. Voraussetzung: Die HSG verliert ihre noch ausstehenden vier Partien. Eine davon ist noch gegen die TG Waldsee. Diese Partie müsste die TG mit elf Toren Unterschied für sich entscheiden. Dieser Gedankenspielerei will die Koch- Sieben gegen Heiligenstein ein Ende bereiten. „Wir wollen unter das Thema Meisterschaft einen Strich ziehen, im Anschluss feiern und dann Schritt für Schritt weitersehen“, sagt der HSG-Coach und bedachte Heiligenstein mit einem dicken Lob. Heiligesten habe als Aufsteiger in die Pfalzliga ebenso wie seine Mannschaft sehr gute Leistungen erbracht. Von daher erwarte er in Römerberg ein spannendes Spiel mit vielen Toren und packenden Zweikämpfen und sehe sein ganzes Team in allen Bereichen gefordert. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass uns Heiligenstein in eigener Halle den Titel schenken will. Die werden in Bestbesetzung auflaufen und gegen uns alles rauskitzeln, was sie zu bieten haben“, orakelt Thorsten Koch. „Wir haben vor Heiligenstein Respekt, aber das fördert, wie schon gegen Rodalben, unsere Leistungsbereitschaft.“ Personell hat sich bei Eckbachtal nicht viel geändert. „Da hangeln wir uns von Spiel zu Spiel“, beschrieb Koch die klamme Situation. Seinen Angaben zufolge fehlen Mohamed Subab und Marco Suchomelli (beide privat) sowie Julian Pozywio (Studium). Michael Betz fällt weiterhin mit Schambeinentzündung aus, Johannes Reibold mit Kreuzbandriss und Jochen Schloß mit einer Fußverletzung. Sven Dopp hat Trainingsrückstand. Laut Thorsten Koch rückt Fabian Quandt von der HSG-A-Jugend in den Kader für das heutige Spiel. Parallel dazu richtet sich Kochs Augenmerk auf bevorstehende Aufgaben. Eine davon ist das Pokalspiel gegen die SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam am 25. März, das der Titelverteidiger für sich entscheiden will. Die andere ist die Personalplanung für die kommende Saison. „Da wir noch aller Voraussicht nach die Qualifikation für die Oberliga spielen müssen, verlaufen die Gespräche schwierig, da ich niemandem etwas versprechen kann. Wer als Spieler die Option Oberliga hat, aber auch mit uns in der Pfalzliga spielen will, der ist für uns interessant. Geld werden wir aber wie bisher nicht zahlen.“ Fest steht, dass mit der Rückkehr von Rouven Hahn von Mundenheim zur HSG die Spielgemeinschaft mit Tobias Häuselmann, Jonas Suchalla und Kevin Bullenkamp über vier Torhüter verfügt. „Ich plane, egal für welche Liga, nur mit drei Torleuten. Das habe ich aber bereits kommuniziert“, sagt Koch. Offen bleibt noch die Zukunft von Peter Baumann und Mohamed Subab. „Sie wollen auf jeden Fall kürzer treten. Wir wollen sie gerne halten und einbinden. Da laufen die Gespräche noch.“