Frankenthal Teamarbeiter, Organisator und Berater
Wenn es in der Flomersheimer Thomas-Morus-Kirche und im angrenzenden Pfarrheim etwas zu feiern gibt oder Mitglieder der Gemeinde bewirtet werden sollen, ist Dietrich Liebhabers Organisationstalent gefragt. Seit zwei Jahren leitet er den Festausschuss und kann auf einen sehr engagierten Helferkreis bauen.
Aus acht Leuten setzt sich das fürs leibliche Wohl zuständige Gremium zusammen. „Mit unserem Team, in dem auch Eppsteiner mitarbeiten, klappt es hervorragend, es macht großen Spaß“, betont Liebhaber. Für den Festausschuss ist es zur schönen Tradition geworden, am ersten Sonntag im Monat nach dem Gottesdienst zu einem gemeinsamen Mittagessen ins Pfarrheim einzuladen. Gekocht wird freilich nicht selbst, die 35 Portionen liefert dann die Stadtklinik Frankenthal. Großeinsatz für Dietrich Liebhaber (Jahrgang 1953) ist in besonderer Weise gefragt, wenn Fronleichnam bevorsteht und das Pfarrfest vorzubereiten ist. In der Advents- und Fastenzeit stehen die Frühschichten an, die mit einem Frühstück enden. Im Jahre 1989 ist Liebhaber mit seiner Familie – er hat drei erwachsene Kinder – nach Flomersheim gekommen und hat die Scheune des großelterlichen Anwesens ausgebaut. Den gebürtigen Neustadter zog es nach dem Abitur am dortigen Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium zunächst nach Mainz, wo er Rechtswissenschaften studierte. Nach der Referendarzeit schlug er für sechs Jahre seine Zelte in Berlin auf und arbeitete bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte. Doch dann überkam den Pfälzer das Heimweh, er wechselte zu einem kirchlichen Arbeitgeber und war bis zur Passivphase seiner Altersteilzeit am 1. September beim Caritasverband in Speyer als Justiziar tätig. Schon zu Studentenzeiten war Liebhaber in der katholischen Jugend aktiv, gehörte in der Pfarrei St. Cyriakus lange Jahre sowohl dem Pfarrgemeinde- als auch dem Verwaltungsrat an und arbeitet aktuell im Gemeindeausschuss mit. Außerdem ist er seit vier Jahren zweiter Vorsitzender der Ökumenischen Sozialstation Frankenthal – eine überaus verantwortungsvolle und interessante Tätigkeit. Und noch ein Ehrenamt hat der rührige Flomersheimer übernommen: Er bezeichnet sich selbst als Kümmerer für die kirchlichen Liegenschaften. Hausmeister Hans Räder sei zwar sehr fleißig, könne aber nicht alles machen. Beispielsweise seien Architekten und Handwerker zu beauftragen. So stehe eine Betonsanierung an. Auch hätten sich auf dem großen Platz vor der Kirche Stolperfallen gebildet, die beseitigt werden müssten. Zudem fehle ein barrierefreier Zugang. „Mir ist es ein echtes Anliegen, dass die Thomas-Morus-Kirche erhalten wird“, betonte Liebhaber. Es müsse noch stärker ins Bewusstsein gerückt werden, dass das Gotteshaus etwas Außergewöhnliches sei. Der Künstler Emil Wachter habe in Flomersheim seine letzten Arbeiten in Betontechnik geschaffen. Auf das Pfarrheim könne ohnehin nicht verzichtet werden, da es in Eppstein keine Versammlungsstätte mehr gebe. In seiner Freizeit widmet sich Dietrich Liebhaber seinen drei Enkelkindern, arbeitet im Garten und fährt gerne in den Pfälzerwald. Auch Segeltörns in der Ägäis oder Karibik zählen zu seinen Leidenschaften. Serie Kirche – das ist nicht allein die Institution mit ihren Gebäuden und Repräsentanten. Das Leben der katholischen und protestantischen Gemeinden Frankenthals prägen deren Mitglieder: engagierte Ehrenamtliche, kritische Geister. Sie wollen wir im Wechsel der beiden Konfessionen vorstellen – und dabei auch Namen und Gotteshäuser erklären.