Frankenthal „Talentschmiede mit Modellcharakter“
„Die Juroren waren begeistert von den tollen Arbeiten und den vielen guten Ideen.“ So fasste Peter Rauth, Leiter des Regionalwettbewerbs „Jugend forscht – Schüler experimentieren“, das Niveau der 50 Projekte zusammen, die gestern im Berufsbildungszentrum der Firma KSB präsentiert und bewertet wurden. 86 Teilnehmer im Alter zwischen neun und 20 Jahren bewarben sich um eine Qualifikation für den Landeswettbewerb.
Vertreten waren in Frankenthal die Fachbereiche Biologie, Physik, Chemie, Technik und Arbeitswelt, wobei das Gymnasium Weierhof am Donnersberg und das Gauß-Gymnasium Worms mit den meisten Jungforschern teilnahmen. Die Arbeiten an den durchweg ansprechend gestalteten und sehr informativen Ständen wurden von 23 Juroren – darunter auch vier aus dem Hause KSB - wohlwollend unter die Lupe genommen. Als Jüngster in der Runde machte Richard Steinlechner vom Käthe-Kollwitz-Gymnasium Neustadt mit dem originellen Thema „Wie man eine Brille am besten mit dem Hemd putzt“ auf sich aufmerksam. Bei den Chemikern war der Andrang so groß, dass gleich zwei erste Preise vergeben werden konnten. Die jeweils erstplatzierten Teilnehmer dürfen zum Landeswettbewerb reisen, der für „Jugend forscht“ vom 5. bis 7. April bei der BASF Ludwigshafen und für „Schüler experimentieren“ am 28. und 29. April bei der Firma Böhringer in Ingelheim stattfindet. Für Peter Rauth, der den Regionalwettbewerb 22 Jahre leitete und die Siegerehrung stets sehr spannend in Szene zu setzen vermochte, war es gestern der letzte Auftritt. Er verabschiedete sich in den Ruhestand. Seine Nachfolgerin wird Deniz Cakmak vom Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasium Ludwigshafen. Zum vierten Mal hatte die Firma KSB die Gastgeberrolle für den Wettbewerb übernommen. Der Patenbeauftragte und Ausbildungsleiter Rüdiger Köpp hob lobend hervor, dass sich seine gut 40 Azubis bei der Organisation sowie beim Auf- und Abbau der Stände mächtig ins Zeug gelegt hätten. „Jugend forscht hat sich zu einer Talentschmiede mit Modellcharakter entwickelt“, unterstrich Sönke Brodersen, Leiter der KSB-Abteilung Forschung und Technologie, bei der vom Schulorchester des Albert-Einstein-Gymnasiums umrahmten Feierstunde. Er zeigte sich beeindruckt von der Begeisterungsfähigkeit der Jungforscher und sah es als Teil der gesellschaftlichen Verantwortung des Unternehmens, in die Zukunftschancen junger Menschen zu investieren. Innovative Ideen und fortschrittliches Denken seien gefragt bei dem Wettbewerb, der in einer sich rasant verändernden Gesellschaft immer mehr an Wert gewinne, fand Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU). Den Jungforschern, die mit Herzblut an die Sache herangegangen seien, gebühre Anerkennung für ihr großes Engagement. Erstmals hat die Stadt Frankenthal Sonderpreise für die erfolgreichsten Teilnehmer gestiftet. Als einzige Frankenthaler Schule ging das Karolinen-Gymnasium mit drei Arbeiten an den Start. Im Fachbereich Biologie kam Vanessa Jarzombek, die den Farbwechsel einer Gottesanbeterin in Abhängigkeit von der Hintergrundfarbe untersuchte, auf den zweiten Platz. Die weiteren Teilnehmer vom KG waren Katharina Rohrer und Isabel Berges (Physik) sowie Noah Böhm in Chemie. (eec)