Frankenthal Tag des offenen Tores

Der SC Bobenheim-Roxheim hat als Aufsteiger Anlaufzeit gebraucht in der Fußball-A-Klasse. Nun hat er einen Coup gelandet. Ausgerechnet beim Meisterschaftsfavoriten SV Weisenheim/Sand hat die Mannschaft ihren ersten Saisonsieg eingefahren. Doch SC-Trainer Stephan Szymczak hält den Ball flach. Hoch her ging es dafür in der B-Klasse: Es herrschte so etwas wie der Tag des offenen Tores. Sechs von acht Treffern des ASV Mörsch gegen den TuS Sausenheim erzielte Roberto Bertolotti. Neun Mal versenkte die DJK SW Frankenthal die Kugel im Netz der DJK Eppstein II, acht Mal traf der ASV Mörsch, sieben Treffer erzielte der ASV Heßheim (wir berichteten). Solche Kantersiege kann es geben, in dieser Häufigkeit sind sie eher selten. In der zweiten Hälfte des Spiels gegen Sausenheim erzielte Bertolotti in zwölf Minuten einen Hattrick. „So gut habe ich noch nie im Leben getroffen“, erzählt der Knipser erfreut. Mit sieben Treffern steht er an der Spitze der Torjägerliste. „Das muntert mich richtig auf. Aber meine Mitspieler haben gesagt, dass ich acht Tore hätte schießen müssen.“ Hauptsache seien die drei Punkte, nachdem der Saisonstart nicht überragend gewesen sei. Bescheiden macht sich da das Törchen aus, dass der SC Bobenheim-Roxheim in Weisenheim erzielte. Aber es war das Tor des Tages und bescherte dem SC drei Punkte. Es war der erste Saisonsieg. Szymczak freut sich für seine Mannschaft: „Gut für die Jungs, ein tolles Gefühl, gut für unser Selbstbewusstsein. Ich habe den Spielern gleich im Anschluss der Partie in der Kabine gesagt, dass sich im Laufe der Saison einiges ausgleicht.“ Gemeint hat Szymczak damit die vorausgegangenen Spiele gegen Leiningerland und Eisenberg, als der SC mit Pech an Punktgewinnen vorbeigeschrammt ist. Aber: Die Jungs von Binnendamm sollen auf dem Boden bleiben. „Man muss das Spiel als Ganzes sehen. In der ersten Halbzeit hatten wir Glück, dass wir nicht zwei, drei Tore kassieren. Wäre das passiert, wären wir nicht mehr ins Spiel zurückgekommen.“ Da habe man gesehen, dass Weisenheim fußballerisch Qualität in die Waagschale werfen könne. Aber die Gastgeber haben kein Tor gemacht. Genau wie der SC vor der Pause. „Chancen hatten wir uns bei eins, zwei Kontern herausgespielt.“ Nach der Pause „klingelte“ es dann. Masen Shanab versenkte einen Schuss zur SC-Führung (52.). „Wir haben dann defensiv gut gestanden, in der Schlussviertelstunde keine Chancen mehr zugelassen“, zeigt sich Szymczak begeistert. „Fußballerisch ist sicher noch Luft nach oben bei uns. Doch jetzt kommen die Urlauber zurück, da können wir uns noch steigern. Dann können wir vier, fünf Mannschaften hinter uns lassen.“ Das würde dann den Klassenerhalt bedeuten.