Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Strandbad soll für jüngere Besucher deutlich attraktiver werden

Neue Angebote für jüngere Besucher sollen das Strandbad attraktiver machen.
Neue Angebote für jüngere Besucher sollen das Strandbad attraktiver machen.

Die Stadtwerke Frankenthal wollen dem Besucherschwund im Strandbad entgegenwirken und die Freizeitanlage insbesondere für die jüngere Generation attraktiver machen. Hierzu wurde ein Maßnahmenpaket geschnürt, das für die kommenden zwei Jahre eine Investitionssumme von rund 600.000 Euro vorsieht.

Grundlage für die jüngste Entscheidung des Aufsichtsrats der Bäder- und Parkbetriebsgesellschaft, das Strandbad für jüngere Personen attraktiver zu machen, war ein Workshop, bei dem im Mai rund 30 Jugendliche eine umfangreiche Wunschliste zusammengetragen hatten. Darüber informierte Oberbürgermeister Nicolas Meyer (FWG) im Stadtrat. „Triebfeder ist für die jungen Besucher der Spaß im und rund ums Wasser“, erklärte der OB. Eine Wasserrutsche habe in ihrer Gunst ganz oben gestanden. Sie werde ebenso schmerzlich vermisst wie die Minigolfanlage. Es sei in den vergangenen Jahren zu spürbaren Abwanderungen in andere Bäder der Region gekommen.

Spürbare Abwanderung

Die Überlegungen des Betreibers gehen dahin, das Strandbad in Sektionen zu untergliedern. Für die Jugendlichen sei der Bereich am Monte Scherbelino vorgesehen, für Familien mit Kindern eigne sich die Fläche neben der Piratenbucht, führte Meyer aus. In einem strukturierten Prozess würden nunmehr die einzelnen zielgruppenorientierten Angebote entwickelt.

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Spaßwelle ist wichtig

Auf der Agenda stehen ein Splashpark, in dem die Kinder das Wasser spielerisch erleben, und eine Beachbar für die Jugend. Außerdem soll eine Vergnügungsanlage des Herstellers Wibit, wie sie vor mehr als zehn Jahren schon einmal auf dem Strandbadweiher aufgebaut war, eine Renaissance erleben. Sie eignet sich allerdings aus Sicherheitsgründen nur für flache Gewässer und könnte – wie der OB ausführte – etwas näher ans Ufer geholt werden.

Als weiteres Angebot wird eine Sommerrutsche auf dem Monte erwogen. Um die Investitionskosten für diese Maßnahmen zu stemmen, denken die Stadtwerke über Sponsoringpatenschaften nach. Und der OB schloss nicht aus, dass für die Nutzung der Wibit-Anlage und der Rutsche Extraeintritte erhoben werden könnten.

Lob für Pläne

Martin Svoboda (CDU), dessen Fraktion einen Prüfantrag zur Aktivierung des Strandbadgeländes für Jugendliche eingebracht hatte, stellte fest, dass es bei dieser Zielgruppe noch großen Nachholbedarf gebe. Die nunmehr geplanten Maßnahmen seien „Musik in den Ohren“ und hätten allesamt Hand und Fuß. Auch Thomas Börstler (FDP) fand die Pläne „sehr interessant und spannend“, wies aber zugleich darauf hin, dass die Betriebsgesellschaft tief in den roten Zahlen stecke. Eine Anpassung der Eintrittspreise werde kaum zu umgehen sein.

„Die Investitionssumme tut uns schon weh“, meinte Adolf-José König (SPD), während Gerhard Bruder (Grüne/Offene Liste) vorrechnete, dass das Strandbad pro Tag einen Zuschuss von 10.000 Euro benötige. Die Vorschläge, um aus der Anlage ein attraktives Spielbad zu machen, seien in Ordnung. Auch Claus-Heinrich Hamm (FWG) fand es sinnvoll „ein Zuckerli zu streuen“, um Jugendliche anzusprechen. Ein Lob kam von Hartmut Trapp (AfD): „Es ist das schönste Strandbad, das ich kenne.“

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