Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Stadtrat Frankenthal: Sieben Listen, 237 Kandidaten

Neue Zusammensetzung, selber Tagungsort: Auch der Ende Mai neu gewählte Stadtrat wird sich im Congress-Forum treffen. Foto: BOLT
Neue Zusammensetzung, selber Tagungsort: Auch der Ende Mai neu gewählte Stadtrat wird sich im Congress-Forum treffen.

Genau geprüft und für korrekt befunden: Der Wahlausschuss hat am Montag die Vorschläge der Parteien für die Kommunalwahl am 26. Mai unter die Lupe genommen. Eine Korrektur war lediglich bei der AfD nötig. Jüngster Kandidat für den Stadtrat ist ein Grüner. Der älteste Bewerber tritt für die FDP an.

237 Frauen und Männer bewerben sich um die 44 Sitze im Frankenthaler Stadtrat. 100 Kandidaten möchten sich in einem der vier Ortsbeiräte der Frankenthaler Vororte engagieren. Jeweils zwei Bewerber treten in Eppstein, Flomersheim, Mörsch und Studernheim an, um ehrenamtlicher Ortsvorsteher zu werden. Das ist das Ergebnis der Sitzung des Wahlausschusses unter Vorsitz von Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) am Montagnachmittag im Rathaus.

Das Gremium hat einstimmig alle eingereichten Vorschläge zugelassen. Bei der Liste der AfD musste eine Korrektur vorgenommen werden, nachdem die Kandidaten Gerhard Bäuml und Peggy Baum noch fristgerecht ihre Zustimmung zur Kandidatur zurückgezogen hatten (wir berichteten). Beide wurden gestrichen, sodass die nachfolgenden Bewerber nach oben rücken. Die Ausschussmitglieder ließen sich viel Zeit, die Unterlagen auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Am Ende hatten sie nichts zu beanstanden.

Erstmals mit eigener Liste am Start: die AfD

Sieben Listen stehen für den Stadtrat zur Wahl: CDU (bisher 21 Sitze), SPD (12), FWG (5), Grüne/Offene Liste (4), Linke (2), FDP (1). Neu im Rennen ist die AfD, die erstmals bei einer Kommunalwahl in Frankenthal antritt. In Eppstein, Flomersheim und Mörsch ringen vier Akteure – CDU, SPD, Freie Wähler und Grüne – um die Ortsbeiratsmandate. In Studernheim gibt es drei Listen, die von Christ- und Sozialdemokraten und die der FWG.

Auch die Duelle um die Posten des Ortsvorstehers stehen fest: In Eppstein konkurrieren Hans Dropmann (CDU) und Amtsinhaber Uwe Klodt (SPD). In Flomersheim bekommt es Dorfchefin Heike Haselmaier (CDU) mit Kirsten Sielaff (SPD) zu tun. In Mörsch heißt das Motto Amtsinhaber gegen Stellvertreter – die Kandidaten dort: Adolf-José König (SPD) und Stefan Krantz (CDU). In Studernheim wird Ortsvorsteher Karl Ober (SPD) von Manuel Baqué (CDU) herausgefordert.

Drei Bewerber sind im Jahr 2000 geboren

Interessant ist ein Blick auf die Altersstruktur der Stadtratslisten: Den jüngsten Bewerber haben die Grünen mit dem Schüler Lars Böhm (Listenplatz 13) nominiert, der im Juli 19 Jahre alt wird. 2000er-Jahrgänge haben auch die FDP mit Niclas Hauck (Platz 24) und die CDU mit Felix Kapper (Platz 37) im Angebot. Der älteste Kandidat ist mit 86 Jahren der Liberale Reinhard Steinmetz (Platz 41), gefolgt von seiner Frau Ursula (Platz 43) – Jahrgang 1936.

Zur Sache: Briefwahl ab 29. April möglich

Die Europa- und Kommunalwahlen finden am 26. Mai statt. Frankenthaler Wahlberechtigte können dann über die künftige Zusammensetzung von Europaparlament, Bezirkstag, Stadtrat und Ortsbeiräten abstimmen und entscheiden, wer ehrenamtlicher Ortsvorsteher wird. Wer seine Stimme nicht im Wahllokal abgeben möchten oder am Wahltag nicht dorthin kommen kann, hat die Möglichkeit der Briefwahl. Diese zu beantragen, ist auf mehreren Wegen möglich: mit dem „Antrag auf Erteilung eines Wahlscheins“ auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung. Deren Versand soll laut Stadtverwaltung bis 5. Mai erledigt sein.

Ein Antragsformular ist außerdem ab Montag, 29. April, auch auf der Internetseite der Stadt – www.frankenthal.de – abrufbar.Die Unterlagen können auch per E-Mail an die Adresse briefwahl@frankenthal.de beantragt werden. Anzugeben sind Vor- und Familienname, Geburtsdatum, Wohnanschrift sowie die Wählerverzeichnis- und die Stimmbezirksnummer.

Schriftliche Anträge können per Post an die Stadtverwaltung geschickt oder persönlich im Briefwahlbüro abgegeben werden. Das Büro im Rathaus (Seiteneingang, Sitzungssaal III) hat ab 29. April geöffnet: montags bis mittwochs, 8 bis 12.30 und 14 bis 16 Uhr; donnerstags, 8 bis 12.30 und 14 bis 18 Uhr; freitags, 8 bis 12.30 Uhr.

Wahlberechtigte, die ihre Unterlagen bei der Verwaltung selbst in Empfang nehmen, können an Ort und Stelle ihr Stimmrecht ausüben. Wahlbriefe müssen im Rathaus am Wahltag, Sonntag, 26. Mai, bis spätestens 18 Uhr, eingehen.rhp/örg

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