Frankenthal Stadt will „verstärkt überwachen“
Die Frankenthaler Stadtverwaltung versucht, die Gefahren, die durch illegal parkende Lastzüge in der Straße Im Spitzenbusch entstehen (wir berichteten am 24. Februar), zumindest zu entschärfen. Das hat jetzt Beigeordneter Bernd Knöppel (CDU) unterstrichen. Dabei hoffe man auch auf Unterstützung durch die BASF und die Spedition Lanfer, die dort über größere Betriebsflächen verfügen.
Die östlich des Vororts Mörsch und der B 9 liegende Straße Im Spitzenbusch führt um die BASF-Kläranlage herum in Richtung Rhein. In Ufernähe arbeitet dort das Unternehmen Creos (früher: Saarferngas), das hier einen Erdgasspeicher betreibt. Trotz des schon länger geltenden Halteverbots auf dem letzten etwa 800 Meter langen Ost-West-Abschnitt hat sich die Straße zusehends zu einem inoffiziellen Rastplatz für Lkw-Fahrer entwickelt – vor allem in den Nachtstunden. Gerade bei Dunkelheit komme es immer wieder zu gefährlichen Situationen, kritisiert RHEINPFALZ-Leserin Carmen Wolf, die häufig auf dieser schmalen Straße unterwegs ist. Wenn Lkw-Fahrer sich dort früh morgens auf den Weg machten und die nördliche Straßenseite zugeparkt sei, nutzten sie die Gegenfahrbahn. Entgegenkommende Autofahrer seien dann gezwungen, ihnen über längere Passagen im Rückwärtsgang auszuweichen. Besonders gefährlich sei die Lage in der unübersichtlichen Kurve in der Nähe der Spedition Lanfer. Wolf zitiert auch eine Beobachtung ihres Mannes: Der habe gesehen, wie ein Radler, dort aus der Kurve kommend, „gegen einen Anhänger gebrettert und gestürzt ist“. Nachdem die RHEINPFALZ das Thema Anfang des Jahres angesprochen hatte, hatte die Stadtverwaltung nach einem Ortstermin mit Blick auf den West-Ost-Abschnitt der Straße unter anderem angekündigt zu prüfen, „ob wir versetztes Parken einführen können“. Auch der Ortsbeirat Mörsch hatte das Thema aufgegriffen (wir berichteten am 10. März). Dort plädierte die CDU-Fraktion für versetztes Parken. Die SPD regte an, nach geeigneten Parkflächen für Lkw zu suchen. „Die Prüfung des alternierenden Parkens durch den zuständigen Bereich Planen und Bauen ist noch nicht abgeschlossen“, teilte dazu jetzt Bernd Knöppel mit. Mitte April habe man aber die Beschränkungen für Parker erweitert, informierte der Beigeordnete. Bisher gab es lediglich eine Halteverbotszone auf dem letzten Straßenabschnitt zum Rhein hin. Mittlerweile gilt in der Kurve davor totales Halteverbot, und auf der Nord-Süd-Trasse ab der Firmeneinfahrt Lanfer weist die Beschilderung auf ein einfaches Halteverbot hin. Man werde die Einhaltung dieser neuen Vorgaben „in nächster Zeit verstärkt überwachen“, kündigte Knöppel an. Die üblichen Kontrollzeiten lägen zwischen 8.30 und 19 Uhr. An einem wechselnden Tag in der Woche werde auch „bis 22 Uhr kontrolliert“. Kritikerin Carmen Wolf sieht solche Anstrengungen mit großer Skepsis. Bisher habe sich nichts wesentlich verbessert, meint sie. „Neulich standen da wieder 25 Lkw in einer Reihe“, berichtet sie, die auch früh morgens nach 6 Uhr auf der Strecke unterwegs ist. Tagsüber seien die meisten Fahrzeuge dann im Einsatz; Kontrollen zu dieser Zeit seien daher wenig sinnvoll. Es gebe allerdings auch „Hänger, die stehen da tagelang rum“. „Die Situation ist schwierig“, räumt Beigeordneter Bernd Knöppel ein. Man wolle nun „Erfahrungen sammeln“. Mit Kontrollen allein könne man das Problem nicht lösen. Festzustellen sei generell, dass es an Rast- und Übernachtungsmöglichkeiten für Fernfahrer fehle; die Probleme Im Spitzenbusch seien ein Symptom dafür. Knöppel hat daher nach eigenen Angaben auch die Firmen Lanfer und BASF angeschrieben und gefragt, ob sie Parkflächen zur Verfügung stellen können. Antworten stünden noch aus.