Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Stadt: Ideen für mehr Sicherheit am Jakobsplatz

Bürgermeister Bernd Knöppel hat ein Alkoholverbot für den zentralen Platz im Pilgerpfad ins Gespräch gebracht.
Bürgermeister Bernd Knöppel hat ein Alkoholverbot für den zentralen Platz im Pilgerpfad ins Gespräch gebracht.

Nachdem vor zwei Wochen eine Frau im Pilgerpfad bei einem tätlichen Angriff verletzt worden ist, prüft die Stadt nach eigenen Angaben gemeinsam mit der Polizei, wie sie für mehr Sicherheit am Jakobsplatz sorgen kann. Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) warnt in der Sitzung des Stadtrats davor, das aktuelle Ereignis mit den Bauplänen dort in Verbindung zu bringen.

Diesen Eindruck hatte Herbert Hildebrandt, Sprecher der aus Protest gegen die Pläne des Mannheimer Investors Pro Concept gegründeten Bürgerinitiative Frankenthal-Jakobsplatz, vermittelt. Seine These: Die Schwierigkeiten im Pilgerpfad würden von Politik und Verwaltung nicht ernstgenommen, das Quartier werde „bewusst zugebaut“ und das verschlimmere die Situation, sagte Hildebrandt in der Einwohnerfragestunde mit Hinweis auf eigene Erfahrungen mit Ruhestörungen.

Der vom BI-Sprecher zum Anlass seiner Frage genommene „schreckliche Vorfall“ habe nichts mit den Bauplänen zu tun, widersprach Oberbürgermeister Hebich. Das Projekt – vorgesehen ist anstelle der maroden Gewerbeimmobilie am Nordende des Platzes eine Kombination aus Supermarkt und Wohngebäude – sei in einem „ordentlichen Verfahren“ vom Stadtrat auf den Weg gebracht worden.

OB verweist auf Quartiersmanagement

Parallel arbeite die Verwaltung am Aufbau eines Quartiersmanagements für den Pilgerpfad, so Hebich. Das alles habe zum Ziel, eine positive Entwicklung des Stadtteils hinzubekommen. Der OB zeigte sich grundsätzlich überzeugt: Ohne die von der BI kritisierte bauliche Veränderung sei das Quartier nicht zukunftsfähig.

Nach der Attacke auf eine Mutter in Begleitung ihrer Kinder seien die Kontrollen des Kommunalen Vollzugsdienstes „erneut verstärkt“ worden, sagte Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU) in seiner Funktion als Ordnungsdezernent. Ein Gespräch mit der Polizei zur Situation solle weitere Möglichkeiten ausloten. Knöppel brachte in der Stadtratssitzung unter anderem ein Alkoholverbot und Videoüberwachung für den Jakobsplatz ins Gespräch.

Das Bauprojekt von Pro Concept war am Mittwoch Gegenstand einer weiteren Bürgerfrage im Rat: Heiko Jünger erkundigte sich nach möglichen Problemen für umliegende Gebäude und Bäume am Jakobsplatz, wenn dort eine sieben Meter tiefe Baugrube ausgehoben würde. Laut OB Hebich sei die Absicherung der Baustelle Sache des Bauherrn und der von ihm beauftragten Firmen. Bei allen Fragen zu Grundwasser und Umweltrecht seien die Behörden innerhalb des Bebauungsplanverfahrens ohnehin involviert.

x