Frankenthal Spannende Wettfahrten zum Saisonauftakt

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BOBENHEIM-ROXHEIM. Der Kanu-Club Frankenthal (KFC) und der Wassersportverein Roxheim (WSVR) hatten am Wochenende allen Grund zur Freude. Mit dem zehnten Einhand-Cup veranstalteten die beiden Vereine nicht nur die erste Gemeinschaftsregatta des Jahres auf dem Silbersee, sondern freuten sich auch über eine hohe Teilnehmerzahl und spannende, faire Wettkämpfe.

Auch wenn das Wetter am Wochenende nicht so richtig mitspielen wollte: Mit insgesamt 36 Booten, unter denen beachtenswerte drei Ranglistenwertungen ausgefahren wurden, ergab sich auf dem Silbersee ein harmonisches Bild. Ein Anblick, der durch ein stabiles Konzept gewährleistet ist. Rückblick: 2006 fragte die Klassenvereinigung der OK-Jollen den erst neu in diese Position gerückten Fachwart des WSVR, Bernhard Rau, ob es möglich wäre, auf dem Silbersee eine Ranglistenregatta für OK-Jollen anzubieten. Rau wandte sich mit dem Anliegen damals an KCF-Fachwart Frank Knoch. Und was mit einer Anfrage begann, entwickelte sich aus der Diskussion heraus zum ersten Einhandsegler-Cup auf dem Silbersee. Und nicht nur das: Es sollte auch die erste Gemeinschaftsregatta des WSVR und KCF werden. „Eine solche Regatta würde auch den anderen Seglern von Einhand-Booten beim WSVR und KCF eine interessante, neue Plattform bieten“, gab Knoch die damaligen Überlegungen wider. Der Anfang konnte sich dann auch durchaus sehen lassen. Mit acht OK-Jollen und insgesamt 14 Booten einer anderen Einhand-Klasse ergab sich beim ersten Einhandsegler-Cup im Jahr 2007 laut Knoch ein „beachtliches Teilnehmerfeld, das Hoffnung machte“. Vor allem in den Folgejahren erwies sich das Konzept „Einhand“ – also Vielfalt statt Einfalt – als stabile Basis. Auch, weil die Teilnehmerzahlen bei den OK-Jollen, für die der Cup ursprünglich gedacht war, spürbar schwankten. Waren 2008 noch zwölf OK-Jollen am Start, brach die Teilnehmerzahl nur ein Jahr später auf ihren Tiefstwert von einer OK-Jolle ein. „Das Konzept hat sich schon allein dadurch bewährt, weil durch die Teilnehmer aus anderen Klassen auch immer ein interessantes Teilnehmerfeld zusammenkam“, machte Knoch deutlich. Genauso verhielt es sich auch am Wochenende. Dabei sah es nach den anfänglichen Anmeldungen noch gar nicht danach aus. Das Problem: Die Teilnehmerzahlen waren zu niedrig, um in irgendeiner Klasse um Ranglistenpunkte fahren zu können. „Wir haben daraufhin die Werbetrommel gerührt, und bald waren die Meldelisten dann auch gut gefüllt“, berichtete Frank Knoch erfreut. Jedoch mit einem kleinen, bitteren Beigeschmack. Denn trotz der nun möglich gewordenen drei Ranglistenwertungen zeichnete sich bei der Laser Radial Klasse bereits frühzeitig ab, dass die für die Ranglistenwertung erforderlichen zehn Boote nicht zustande kommen würden. Das brachte unter den Seglern dieser Klasse zwei unterschiedliche Reaktionen hervor: Die einen sagten kurzerhand ab, ein paar andere kamen erst gar nicht. „Die, die kamen, bewiesen aber Flexibilität und rüsteten ihr Boot kurzfristig auf Laser Standard, also anderes Segel, anderer Mast, um. Das ist echter Sportsgeist!“, meinte der KCF-Fachwart. So ergab sich mit 14 Laser Standard, zwölf OK-Jollen, neun Segelringen und einem sogenannten Europe-Boot das bereits erwähnte harmonische Bild auf dem Silbersee. Bei dem stets leichten, aber dennoch brauchbaren Wind zeigte sich schnell, wer über den Winter fleißig trainiert oder sein Gespür für Wind und Boot behalten hatte. Die Folge: In allen Klassen entwickelten sich spannende Wettkämpfe, vor allem auch, weil es von Wettfahrt zu Wettfahrt immer wieder zu Verschiebungen im Klassement gab. Für die Lokalmatadoren Eberhard Niehaus (KCF, Achter, Seggerling), Johannes Mengel (WSVR, Elfter, Laser Standard) und Margaret Lynch (KCF, 13., Laser Standard) reichte es zwar nicht für das Treppchen. Knoch zog aber ein positives Fazit: „Die Regatta war ein toller Auftakt in die Saison. Die Teilnehmer waren zufrieden und wollen im nächsten Jahr wieder kommen. Was will man mehr?“

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