Frankenthal
Spürbare Entlastung für Angehörige: Awo-Tagespflege mit einzigartigem Konzept
„Unser Angebot, das einzigartig in der Region ist, trägt dazu bei, dass in vielen Fällen ein Heimaufenthalt vermieden werden kann“, betont Yvonne Peters, die die Einrichtung leitet, gegenüber der RHEINPFALZ. Dass ihr Team in der Tagespflege gute Arbeit leistet, davon ist die engagierte Awo-Führungskraft überzeugt. „Wir sind stolz auf das, was wir tun“, hebt ihre Stellvertreterin Katrin La Porta hervor.
Gestartet ist die Einrichtung nach einigen bürokratischen „Geburtswehen“ vor einem Jahr mit acht Gästen. Inzwischen sind zwölf der 16 zur Verfügung stehenden Plätze regelmäßig belegt. „Wir sind zufrieden und positiv gestimmt“, lautet das Resümee von Peters. Noch bestehe etwas Luft nach oben, sodass man sich über mehr Gäste durchaus freut.
Das Personal wurde bereits aufgestockt. Betreut werden die Pflegebedürftigen von vier Fachkräften und fünf Helferinnen, die im Schichtdienst arbeiten. Zwei Ein-Euro-Jobber, die über das Zentrum für Arbeit und Bildung (ZAB) vermittelt wurden, sind ebenfalls im Einsatz. Punkten kann die Einrichtung in der Nürnberger Straße 49 mit einer sehr familiären Atmosphäre. Nach und nach hat sich ein Kreis von Stammgästen gebildet. Anfangs kamen einige nur an zwei Tagen, inzwischen haben sie ihren Aufenthalt auf fünf Tage in der Woche ausgedehnt.
Entlastung wird von Angehörigen geschätzt
Yvonne Peters spricht von einem „bunt gemischten Personenkreis.“ Die jüngsten Gäste sind noch keine 60, die ältesten über 90 Jahre. Alle haben mindestens den Pflegegrad 3 und leben noch in der häuslichen Umgebung. Der erhöhte Betreuungsbedarf kann viele Ursachen haben. Mal sind es körperliche Einschränkungen, mal ist es eine fortschreitende Demenz.
Der Tag in der Einrichtung beginnt um 9.30 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück. Danach stehen Aktivierungsangebote mit Bewegungs- und Koordinationsspielen auf dem Programm. Das Mittagessen kochen die Awo-Mitarbeiter selbst, auf Menschen mit Schluckbeschwerden wird Rücksicht genommen. Nach einer Kaffeerunde werden die Pflegebedürftigen um 16.30 Uhr abgeholt – entweder vom Fahrzeug des Arbeiter-Samariter-Bundes oder von den Angehörigen.
Aus deren Reihen konnten Yvonne Peters und Katrin La Porta schon sehr viele positive Rückmeldungen registrieren. Die Entlastung durch die Tagespflege werde sehr geschätzt, berichten sie. Die Angehörigen seien nicht mehr so stark eingespannt und könnten einer Berufstätigkeit nachgehen.
Die bei der Tagespflege anfallenden Kosten übernimmt die Pflegekasse. „Über die neuen Sätze haben wir gut verhandelt“, hebt die Einrichtungsleiterin hervor. Lediglich der Verpflegungsanteil (rund 30 Euro pro Tag) muss aus eigener Tasche bezahlt werden. Hierfür kann auch der den Pflegebedürftigen zustehende monatliche Entlastungsbetrag (aktuell 131 Euro) eingesetzt werden.
Noch Fragen?
Ansprechpartnerinnen für die Tagespflege der Arbeiterwohlfahrt Frankenthal sind Yvonne Peters und Katrin La Porta, Telefon 06233 3185511 oder 319747.