Fußball
Sonderlob für zwei Vereine der Süd-Staffel der B-Klasse Rhein-Pfalz
Bei der Rückrundenbesprechung der Fußball-B-Klasse Rhein-Pfalz, Staffel Süd, am Freitagabend im Vereinsheim des VfR Friesenheim, kritisierte Staffelleiter Andreas Schoeniger nicht nur die zu hohe Anzahl an persönlichen Strafen für Spieler und Offizielle, sondern auch eine mangelnde Wertschätzung, die manche Vereinsvertreter anderen ehrenamtlich tätigen Funktionären entgegenbrächten. Kreisschiedsrichterobmann Jens Schmitt sparte nicht mit Kritik an den im vergangenen Jahr vom Deutschen Fußball-Bund anlässlich des „Jahres der Schiris“ eingeleiteten Werbemaßnahmen.
„Für die Hochglanzkampagne des DFB klopfen sich dort sicher manche auf die eigene Schulter. Ob das alles an der Basis ankommt, sei aber dahingestellt“, sagte Schmidt in seiner gewohnt direkten Art. Auch die Ende Januar veröffentliche Meldung, dass im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2022 ein Schiedsrichterzuwachs in Höhe von 6,6 Prozent zu verzeichnen gewesen sei, spiegle nicht den effektiven Gewinn an neuen Kollegen wieder. „Es stimmt, dass es viele Nachfragen von Interessenten gibt. Wir führen deshalb im Februar auch einen zusätzlichen Lehrgang durch. Da nehmen aber vorwiegend Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahre teil, die fast alle als Erwachsene nicht mehr pfeifen werden“, konkretisierte er. Schmidt appellierte deshalb die Vereinsvertreter, auch älteren Fußballinteressierten eine Karriere als Schiedsrichter schmackhaft zu machen.
Lob für TuS Flomersheim
Die Probleme seien erst an diesem Wochenende wieder deutlich geworden. „Von den Freundschaftsspielen, die in unserem Kreis mit Schiedsrichtern zu besetzen waren, musste ich drei in den Austausch geben, weil mir selbst nicht genügend Kollegen zur Verfügung standen“, berichtete er. Da die Spiele von oben nach unten zu besetzen seien, werde es auch immer schwieriger, für brisante Duelle in der B-Klasse erfahrene Unparteiische einzuteilen.
Andreas Schoeniger lobte bei seinem Rückblick auf die Vorrunde unter anderem den TuS Flomersheim, der mit null Punkten und einem Torverhältnis von 9:157 auf dem letzten Tabellenplatz überwintert, aber bisher zu jedem Spiel angetreten ist. „Da hätte sicher manch’ anderer die Mannschaft schon abgemeldet“, zollte er Respekt. Der TuS gehörte aber zu den Vereinen, von denen am Freitag kein Vertreter anwesend war. „Das ist für mich fehlende Wertschätzung gegenüber uns allen, die das ehrenamtlich machen. Es muss doch möglich sein, dass von jedem Verein irgendeiner kommen kann“, machte der Staffelleiter deutlich. Dadurch seien auch Probleme, dass jemand – wie in Friesenheim geschehen – ein Auswärtsspiel verlegen wollte, aber kein Vertreter des Heimvereins anwesend war und deshalb kein neuer Termin vereinbart werden konnte, zu vermeiden.
FC Arabia führt Fairnesswertung an
362 Gelbe Karten, 58 Zeitstrafen und 17 Rote Karten seien laut Schoeniger nach 17 Spieltagen zu viele Strafen. Von den Offiziellen hätten jeweils einer von Blau-Weiß Oppau und Flomersheim eine Rote Karte gesehen. Lobenswert sei dagegen der FC Arabia Frankenthal, da dieser wie im vergangenen Jahr in der C-Klasse Süd nun auch in der B-Klasse Süd die Fairnesswertung anführe. Hier belegen der VfR Friesenheim II und Spitzenreiter SV Pfingstweide die Plätze zwei und drei, während der ASV Fußgönheim II und der SV Ruchheim II die meisten Strafpunkte erhielten.
Die Torjägerliste führt Yusuf Erkan Cekemci vom SV Pfingstweide mit 34 Treffern überlegen vor Nexhat Hajra (Arabia Frankenthal, 22), Kaan Mentese (ASV Fußgönheim II, 20) und Sascha Rossel (FSV Oggersheim, 20) an. Obwohl die B-Klasse Süd nach der Abmeldung des BSC Oppau II nur noch 14 Mannschaften umfasse, sei laut des Kreisvorsitzenden Klaus Rings aufgrund des zu erwartenden erhöhten Abstiegs sechs Teams aus der A-Klasse Rhein-Pfalz für keine der Klassenerhalt sicher. „Wir müssen davon ausgehen, das aus beiden Staffeln insgesamt zwei oder drei Mannschaften in die C-Klasse absteigen müssen“, prognostizierte er.
Neuerung im Hallenfußball
Von den vier Teams, die sich für das Halbfinale des Kreispokals qualifiziert hätten, dürften der TuS Dirmstein, die DJK Sportfreunde Eppstein und der ASV Maxdorf in der nächsten Saison auch am Verbandspokalwettbewerb teilnehmen. Für die SG Edigheim gelte dies nicht, da Spielgemeinschaften ausgeschlossen sind.
Eine Neuerung gibt es zukünftig auch beim Hallenfußball. „Futsal gibt es im kommenden Winter nur noch im Juniorenbereich. Die aktiven Mannschaften spielen dann Hallenfußball. Es wird bis dahin allerdings geprüft, ob einige Futsalregeln in den Hallenfußball übernommen werden“, erläuterte Rings. Diese Reform sei erforderlich, da Futsal nicht bei vielen Verein beliebt sei.