Frankenthal SC will Endspiel gegen Knittelsheim

Soll heute Abend für Betrieb vor dem Speyerer Tor sorgen: SC-Offensivspieler Robin Wanger (rechts).
Soll heute Abend für Betrieb vor dem Speyerer Tor sorgen: SC-Offensivspieler Robin Wanger (rechts).

«BOBENHEIM-ROXHEIM.» Heute greift der SC Bobenheim-Roxheim auf dem Platz des ASV Fußgönheim ins Rennen um den letzten freien Platz in der Fußball-Bezirksliga Vorderpfalz ein. Im zweiten Aufstiegsspiel der Zweitplatzierten der A-Klassen Südpfalz, Rhein-Mittelhaardt und Rhein-Pfalz trifft der SC um 19 Uhr auf den FC Speyer 09 II. Das Team aus der Domstadt hat das erste Spiel 0:5 gegen den südpfälzischen Vertreter TuS Knittelsheim verloren.

Mit einem Sieg würde der SC für ein Endspiel am letzten Aufstiegsspieltag gegen Knittelsheim sorgen. Im Rennen bleiben, das ist auf alle Fälle die Devise. Trotz der deutlichen Niederlage im ersten Spiel hat SC-Trainer Stephan Szymczak kein schlechtes Spiel der Speyerer gesehen. Er war bei der ersten Partie mit sieben, acht Spielern vor Ort, um den Gegner zu studieren. „Speyer war etwa eine Stunde lang richtig gut und wollte Systemfußball spielen. Der FC hat nach vorne richtig gute Leute“, hat der SC-Trainer registriert. Die groß gewachsenen Spieler seien bei Standards gefährlich. Sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite hätte der heutige Gegner einen Spieler, der bei Einwürfen auf Strafraumhöhe den Ball bis zum Elfmeterpunkt werfen könne. Allerdings hat Szymczak Probleme in der Defensive der Speyerer erkannt, insbesondere auf den Außenverteidigerpositionen. Ideal für einen schnellen Mann wie Denis Reinwald auf Außen, der mit weiteren Toren seinem Verein neue Hochgefühle bescheren könnte und sich selbst einen schönen Abgang. Reinwald verlässt den SC und schließt sich in der kommenden Saison dem Landesligisten SV Horchheim an (wir berichteten). Beim FC Speyer 09 II war nach dem ersten Spiel gegen Knittelsheim etwas Feuer unter dem Dach. Trainer Paul Stumpf hadert ganz offen mit der Vereinspolitik. „Das habe ich auch intern angesprochen.“ Er habe zu viele Spieler aus dem Verbandsligateam zugeordnet bekommen. „Die haben ein wenig die Einstellung vermissen lassen. Da fehlte die Leidenschaft, der Wille“, kritisiert Stumpf. Das alles habe der Gegner auf den Platz gebracht: „Knittelsheim war einfach bissiger.“ Das habe sich deutlich abgezeichnet, als Speyer nach der Pause in Rückstand geriet. „Vor der Pause waren wir stärker.“ Für heute verspricht Stumpf eine andere Mannschaft. Auch er selbst werde wieder auflaufen. „Ich habe in der Saison mit die meisten Spiele gemacht, sollte jetzt aber an der Linie stehen, um das Spiel bessert lenken zu können“, sagt Stumpf. „Wir werden, wir müssen voll auf Angriff spielen. Wir müssen uns in allen Bereichen steigern, um den kleinen Funken Hoffnung zu erhalten.“ Den SC habe er nicht beobachtet, da in der A-Klasse-Staffel Rhein-Pfalz bis zum Schluss drei Mannschaften im Rennen um Platz zwei waren. Aber informiert habe er sich schon über den SC. Am Binnendamm sind sie positiv angespannt in Erwartung auf das erste Aufstiegsduell. Am Sonntag wurde zur Mittagszeit trainiert. Laut Szymczak ein Wunsch der Spieler, um auch bei hohen Temperaturen bestehen zu können. Im Training des SC herrscht dem Coach zufolge Hochbetrieb. „Alle Mann an Bord“, verkündet er. Somit hat er die Qual der Wahl bei der Aufstellung. Selbst Jesko Blasius sei aus Stuttgart, wo er studiere, zum Training gekommen. Wobei der Coach den Jungs nach dem Dienstag ein paar trainingsfreie Tage gegeben hat. Vorne sollen Benjamin Montino und Robin Wanger für Betrieb sorgen. Dass seine Spieler nervös seien, glaubt Szymczak nicht. „Das wird sich spätestens mit dem Anpfiff legen. Die Spieler sollen es einfach genießen, vor so einer Kulisse zu spielen.“ Er rechnet mit 1000 Zuschauern. Die Abläufe sollen beim SC nicht geändert werden. Der Trainer packt seine Glücksschuhe ein, die er seit der Winterpause bei jedem Spiel trägt, und vor der Partie gibt’s einen Titel der Red Hot Chili Peppers auf die Ohren.

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