Frankenthal SC hält dem Druck stand
«Ludwigshafen/Landau.» Die Durststrecke der Pfalzliga-Handballerinnen des SC Bobenheim-Roxheim ist beendet. Der SC sicherte sich im Duell der Kellerkinder beim TV Ruchheim zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib. Dagegen kassierte die SG Lambsheim/Frankenthal nach vier Siegen in Folge eine Niederlage bei der HSG Landau/Land.
Beiden war der Druck deutlich anzumerken. In der Verteidigung vertrauten die Trainer auf beiden Seiten zunächst einer defensiven 6-0-Deckung. In der Offensive stotterte der Motor zunächst. Die Gastgeber lagen nach neun Minuten 2:0 vorne. Doch dann besannen sich die Gäste auf ihre Fähigkeiten. Christina Hörner gelang mit dem 3:4 die erste SC-Führung. Wenige Angriffe lag die Truppe von Coach Heiko Breth sogar 6:3 vorne. Doch die Gastgeber kamen zurück und hatten bis zur Pause die Partie ausgeglichen – 10:10. Dabei profitierte der TV auch davon, dass die Gäste einige gute Chancen nicht nutzten. In der Pause jedoch schien Breth die richtigen Worte gefunden zu haben. Nach dem 11:11 (31.) erlaubte seine Mannschaft dem Gegner zehn Minuten lang keinen Treffer mehr. Bobenheim-Roxheim nutzte diese Phase und zog auf 18:11 davon. Ruchheim stellte nun in der Abwehr um und versuchte, im Angriff mit der siebten Feldspielerin zum Erfolg zu kommen. Die Offensive der Gäste ließ sich wenig beeindrucken. Die Abwehr jedoch ließ immer wieder über den Kreis einfache Gegentore zu. Bedanken konnte sich der SC einmal mehr bei Torfrau Carmen Stephan, die einige Chancen der Ruchheimer zunichte machte. Ein Aktivposten war auch die reaktivierte Nadine Keil-Valnion. Sie trug sich nicht nur dreimal in die Torschützenliste ein, sondern verteilte auch im Angriff sicher die Bälle. Durch den Erfolg verbesserte sich der SC auf Rang neun und wäre Stand heute gerettet. Doch der Schein trügt. Vier Spieltage vor Saisonschluss hat der SC Bobenheim-Roxheim nur einen Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. SC Bobenheim-Roxheim: Carmen Stephan, Held - Julia Reber, Carina Stephan (5/3), Natalie Höchst (6/2), Lena Reber (2), Cindy Höchst (4), Diemer, Hörner (4), Keil-Valnion (3), Mehrhof (1), Daut (1). HSG Landau/Land – SG Lambsheim/Frankenthal 22:15 (10:6) Die SG Lambsheim/Frankenthal präsentierte sich in der Südpfalz vor allem im Angriff zu harmlos. Die Defensivabteilung habe mit 22 Gegentreffern eine ordentliche Arbeit geleistet, bewertete SG-Sprecherin und Torfrau Viktoria Furcht den Auftritt des Aufsteigers bei der HSG. Die Niederlage werfe die SG, die noch immer im Kampf gegen den Abstieg steckt, aber nicht aus der Bahn, sagte Furcht. Ein Sieg beim Tabellenvierten sei auch nicht zwingend eingeplant gewesen. Dennoch haderte sie mit den zahlreichen Pfosten- und Lattentreffern ihrer Mannschaft, die ein besseres Ergebnis verhinderten. Aktuell liegt die Mannschaft von Trainer Norbert Landau auf Rang zehn und dürfte auch in der kommenden Runde in der Pfalzliga auflaufen. Da es allerdings im Tabellenkeller sehr eng zugeht – den Siebten und das Schlusslicht trennen nur zwei Punkte – muss die SG weiter punkten. Am Wochenende wird das zu Hause gegen den Tabellenzweiten TV Wörth allerdings schwierig. SG Lambsheim/Frankenthal: Florentine Geibel, Furcht - Fett, Gütermann, Bollig (1), Bogusz, Maximiliane Geibel (3), Koch, Sauer (2), Unterweger, Sima (2), Teufert, Konrad, Lang (7/6).