Fußball
SC Bobenheim-Roxheim feiert Schützenfest
Das Spiel zwischen dem SC Bobenheim-Roxheim und Eintracht Lambsheim, die vor dem Anpfiff nur vier Punkte auseinanderlagen, brachte nur eine Erkenntnis. Die Eintracht wird hoffen müssen, den Verbleib in der Klasse sichern zu können. Wenn man nicht zur Erkenntnis kommt, dass ein Neuaufbau eine Klasse tiefer besser ist. Spielerisch zeigte die Eintracht wenig. Lediglich drei, viermal tauchten die Lambsheimer in der Nähe des SC-Tors auf. Allerdings: Beim ersten Mal hätte das 1:1 herausspringen können, vielleicht müssen. Dass Trainer Matthias Bonifer erkrankt ausfiel und durch den Trainer der zweiten Mannschaft, Dominik Geeren, ersetzt werden musste, war kein entscheidender Faktor. Eher schon die kurzfristigen Absagen von Spielern. Laut Geeren mussten drei Spieler aus der Zweiten in die Erste geholt werden. Auf der Bank der Eintracht war viel Platz.
Und wenn es schon dick kommt: Der Tabellenvorletzte SV Schauernheim machte durch einen Sieg gegen die TSG Eisenberg Boden gut, Timo Ketterl musste verletzt ausgewechselt werden und Marc Fuxius textete sich am Ende des Spiels vom Platz: Rote Karte wegen Meckerns. Für den trendfarbigen Karton hatte er in der ersten Halbzeit Vorarbeit geleistet.
Wie ein Testspiel
Für den Sportclub hatte das erste Pflichtspiel des Jahres dagegen noch Testspielcharakter. Das Team musste kein Vollgasfußball abliefern. Leicht kombinierten sich die Jungs von Trainer Norbert Prehn durch die Defensive der Gäste. Robin Wanger chippte zu Jonas Vogel, der verzog (8.); nach einem Fehler von Eintracht Keeper Lucas Seeger köpfte Patryk Zajac am Fünfer zentral völlig freistehend über die Latte. Doch dann ging es flott. 1:0 , 2:0 (13., 18.), jeweils Vogel – das zweite Tor nach einer umstrittenen Situation, weil der Torwart den Ball wohl schon in den Händen hielt. Für einen Elfmeterpfiff klatschte Fuxius Beifall und sah gelb. Härter die Strafe durch Jakob Pollok, der den Strafstoß zum 3:0 (25.) verwandelte. Mit den Toren Nummer vier (29., Max Prehn), fünf (38. Yannis Kusch) und sechs (39., Vogel) sorgte der SC für einen entspannten Pausentee und einen Vorsprung, der in den zweiten 45 Minuten hätte Verwaltungsfußball vertragen.
Doch für die Eintracht musste man nach dem Wechsel befürchten, dass es richtig heftig wird. Vor dem 7:0 (50.), wiederum ein Elfmeter, durfte SC-Torwart Marcel Bulla ein Aufwärmprogramm absolvieren. Lauf bis zum Punkt, den Ball verwandelt und zurück. Ein nicht ganz billiger Ausflug. Da es sein erstes Tor überhaupt war, muss er dem Team eine Kiste Gerstensaft spendieren. Es folgen die Tore Nummer acht (52., Zajac) und neun (60., Pollok).
Dritter Elfmeter
Dann wurde es aber ruhiger. Bis Fabio Ranscht in der 86. Minute den Ball am leeren Tor vorbeischob. Zwei Minuten später klappte es beim dritten Elfmeter des Spiels besser. Ranscht verwandelt, 10:0, Endstand.
Geeren sah aufgrund des Kaders nicht mehr drin für die Eintracht, war aber etwas verwundert, weil sich die Eintracht im Nachholspiel gegen Arminia Ludwigshafen II eine Woche zuvor noch anders gezeigt habe. Norbert Prehn war zufrieden. „Wir haben das Spiel dominiert und die Mannschaft war über weite Strecken konzentriert.“