Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Saisonbilanz: SC Bobenheim-Roxheim findet zu spät zusammen

SC-Trainer Norbert Prehn war mit der Leistung der Mannschaft in der Abstiegsrunde zufrieden.
SC-Trainer Norbert Prehn war mit der Leistung der Mannschaft in der Abstiegsrunde zufrieden.

Die Fußball-Bezirksliga ist vorerst Geschichte für den SC Bobenheim-Roxheim. Nach drei schlechten Jahren in der Liga stieg der SC in diesem Sommer ab. Nach einer katastrophalen Vorrunde, die das Team von Trainer Norbert Prehn mit null Punkten abschloss, zeigte dessen junge Mannschaft eine Reaktion und kletterte in der Tabelle der Abstiegsrunde. Den Gang in die A-Klasse verhindern konnte der SC aber nicht. Die Stimmung war allerdings nicht so schlecht, wie die allgemeine Lage vermuten lässt.

Hätte der Bezirksligist SC Bobenheim-Roxheim schon zu Beginn der Spielzeit 2021/2022 so gepunktet, wie er es in der Abstiegsrunde getan hat, dann würde er vermutlich auch in der kommenden Saison in der Bezirksliga spielen. Tolle 19 Punkte (sechs Siege und ein Unentschieden) aus zehn Partien holte das Team von SC-Coach Norbert Prehn in der Abstiegsrunde – fast zwei Punkte im Schnitt. „Das ist nicht in Worte zu fassen, was die Jungs da rausgehauen haben“, sagt der Trainer stolz.

Vor allem Nils Gansert, Jan Butzal und Robin Wanger seien in dieser Phase herausragend gewesen, lobt Prehn seine Schützlinge. Einen, den er bei der Aufzählung vergessen hat, ist Fabio Ranscht, der aus der zweiten Mannschaft gekommen ist und acht Tore in den zehn Partien der Abstiegsrunde erzielte. Ein absoluter Top-Wert. Doch auch seine Treffer reichten nicht für den Klassenverbleib.

Kein Punkt in der Hauptrunde

Die Chance darauf wurde bereits deutlich früher verspielt. Denn der SC holte in der Hauptrunde keinen Punkt. Das Team, in der ersten Saisonhälfte noch von Sascha Löcher trainiert, verlor jede der 18 Begegnungen. Nachfolger Norbert Prehn glaubt, die Ursache für die Misere erkannt zu haben: „Die Spiele im Pokal und in der Liga zu Beginn der Runde gegen den VfR Frankenthal, die wir knapp verloren haben. Hätten wir da ein Erfolgserlebnis gehabt, wären wir einen Flow gekommen“, vermutet der Übungsleiter.

Hinzu kamen Unstimmigkeiten zwischen Trainer und Mannschaft. Löcher legte immer sehr viel Wert auf taktische Vorgaben. Die habe das Team jedoch wegen fehlender Schulung nicht mitgehen können, glaubt Prehn. „Sascha Löcher ist kein schlechter Trainer. Aber in der Bezirksliga spielt man auch nicht den taktisch sauberen Fußball, den man als Trainer sehen will“, sagt der Coach.

0:10 beim VfR Frankenthal

Statt des von Prehn angeführten Flows geriet der SC in eine Negativspirale und verlor alle weiteren Spiele – dann unter der Regie Prehns. Im Rückspiel in Frankenthal setzte es eine 0:10-Klatsche. „Diese Niederlage hat keinen mehr interessiert. Die Stimmung in der Mannschaft war unten“, gibt Prehn unumwunden zu. Doch das sollte sich ändern.

Die Winterpause war wie ein Weckruf für den SC. Prehn formte aus den Einzelspielern ein Team. Er sprach seinen Schützlingen Selbstvertrauen und Mut zu. „Es gehört nicht viel dazu. Es geht darum, die Menschen zu packen“, erklärt der Coach. Die sportliche Bilanz in der Abstiegsrunde gibt dem Trainer recht.

Mit Prehn in der A-Klasse

Mit Prehn wird es deshalb auch in die A-Klasse gehen. Für diese rüstet man am Binnendamm mächtig auf. Maximilian Haltenberger kommt von der DJK SW Frankenthal zurück an den Binnendamm. Jonas Vogel (Jugend Ludwigshafener SC), Kim Bumb (eigene Jugend), Patryk Zajac und Keeper Marcel Bulla kommen vom SV Weisenheim/Sand, Louis-Gabriel Sikpo und Marcel Wesler wechseln vom VfR Frankenthal zum SC. Joshua Eberle kommt vom FV Freinsheim.

Nach dem Abstieg hat Bobenheim-Roxheim aber auch einige Abgänge zu verzeichnen. Marcel Becker (ASV Heßheim), Max Rotter (TuS Sausenheim) und Patrick Hintz (Kickers Neuhofen) verlassen den Verein. Ralf Spitzfaden und Nicklas Woegerbauer wechseln in die AH des Vereins. Kapitän Nils Becker sowie Keeper Dennis Stockmann beenden ihre sportliche Laufbahn. Einen weiteren Abgang vermeldet der SC auf der Position des Sportlichen Leiters. Jürgen Wanger gibt sein Amt zur kommenden Saison an Markus Leistner ab.

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