Fußball
Rings kritisiert Respektlosigkeit
Klaus Rings geht in seine zweite Amtszeit. Der stellvertretende Kreisvorsitzende Bernhard Schäfer, ebenfalls aus Freinsheim, stellte sich dagegen nach langjährigem ehrenamtlichen Engagement nicht mehr zur Wahl.
Lediglich 14 der 105 Vereine im Kreis, von denen 55 mit 78 Herrenmannschaften und fünf Frauenteams am Spielbetrieb der Aktiven teilnehmen, zeigten Interesse an dem Kreistag, der in der Halle des TSV Eppstein in Frankenthal stattfand. 42 Mannschaften sind im Seniorenbereich gemeldet. Der Rhein-Pfalz-Kreis sei der einzige im Verband, der bei den Senioren eine Meisterschaft ausrichte, freute sich Rings. Ein nächster Schritt soll nun sein, dass möglichst viele Vereine Walking Football anbieten, eine Variante des Fußballs, bei der weder gerannt, noch mit großem Körpereinsatz gespielt werden soll. Dies könne auch von Menschen mit einem Handicap gespielt werden, sagte Rings. Eine Meisterschaft sei das angestrebte Ziel.
Nicht zufriedenstellend ist für Rings die Situation bei den Schiedsrichtern. Einige Spiele in unteren Ligen hätten bereits nicht mehr besetzt werden können. „Die Vereine müssen aktiver werden, um Schiedsrichter zu rekrutieren. Es kann nicht sein, dass ich höre, das sei Sache des Kreises“, betonte Rings. Deutlich kritisierte Rings die zunehmende Respektlosigkeit gegenüber Unparteiischen. Das sei nicht hinnehmbar, appellierte er an die Vereine.
Mit dem Ehrenamtspreis des Deutschen Fußball Bundes (DFB) sei Uwe Hoffmann vom ASV Birkenheide, als Fußballheldin Elaine Dauth vom SV Obersülzen ausgezeichnet worden, informierte Rings die Versammlung. Beim Kreistag geehrt wurden Bernhard Schäfer, Klaus Brendel, Heinz Mohaupt und und Thomas Knecht-Jentzsch. Alle gehören schon länger dem Kreisausschuss an. Schäfer ist seit mehr als 20 Jahren in verschiedensten Funktionen im Kreis Frankenthal und später im Kreis Rhein-Pfalz tätig. In den vergangenen zehn Jahren übte er das Amt des stellvertretenden Kreisvorsitzenden aus, zeitgleich war er Mitglied des Verbandsspielausschusses, Staffelleiter der A-Klasse Rhein-Pfalz und stellvertretender Staffelleiter der Bezirksliga Vorderpfalz. Er erhielt den Ehrenbrief. Knecht-Jentzsch ist seit mehr als 20 Jahren Schiedsrichter und Staffelleiter der B-Klasse Nord. Dafür wurde er mit der Verbandsehrung in Gold ausgezeichnet. Brendel ist Staffelleiter der C-Klassen Nord (seit 2008) und Süd (seit 2013). Er erhielt die Verbandsehrung in Silber. Die in Bronze ging an Heinz Mohaupt, seit 1994 Schiedsrichter und Staffelleiter der Ü-Spielklassen und im Pokal.
Bruno Buschbacher vom ASV Mörsch brachte einen Antrag ein, der einstimmig begrüßt wurde und nun an den Verbandstag weitergereicht werden soll. Der ASV forderte, dass die Vereine nicht gleich bestraft werden, wenn sie keine Ordner für die Spiele, wie in der Spielordnung vorgesehen, gestellt hätten. Der Schiedsrichter soll demnach vor dem Anpfiff auf die Verantwortlichen des Vereins zugehen, die dann ja noch für Abhilfe sorgen könnten. Der ASV Mörsch begrüße ausdrücklich den Schutz der Schiedsrichter, betonte Buschbacher. Aber die sofortige Bestrafung der Vereine sei nicht nötig.
Kreisausschuss
Vorsitzender Klaus Rings (Freinsheim), Stellvertreter Frank Roth (Bad Dürkheim) , Beauftragter für Frauen- und Mädchenfußball Hans Hallermeier (Mutterstadt), Beisitzer Andreas Schoeniger (Ludwigshafen-Ruchheim), Klaus Brendel (Frankenthal), Thomas Knecht-Jentzsch (Ludwigshafen), Heinz Mohaupt (Heuchelheim)