Motorsport RHEINPFALZ Plus Artikel Red-Bull-Ring: Marvin Dienst fährt ohne Lenksäule in die Punkte

Marvin Dienst und Max Kronberg sammelten am Wochenende im grün-weißen W&S-Porsche 13 Punkte ein.
Marvin Dienst und Max Kronberg sammelten am Wochenende im grün-weißen W&S-Porsche 13 Punkte ein.

Bei seinem Comeback in der Serie ADAC GT4 Germany hat Rennfahrer Marvin Dienst zusammen mit Max Kronberg im Porsche Cayman auf dem Red-Bull-Ring im österreichischen Spielberg am Wochenende in beiden Rennen Punkte geholt. Angesichts einiger Turbulenzen war damit im zweiten Lauf fast nicht mehr zu rechnen.

Platz zehn am Samstag und Rang neun am Sonntag – nach seinem Kurzeinsatz für das Team W&S Motorsport aus dem schwäbischen Ofterdingen spricht Dienst von einem „soliden Rennwochenende“. Nicht ganz zufrieden war er mit der BOP (Balance of Performance)-Einstufung des Porsche. „Die Autos waren schon im Training sehr weit auseinander. Das hat sich im Rennen fortgesetzt“, sagt der Lampertheimer, der seit vielen Jahren für das Team Schütz Motorsport aus Bobenheim-Roxheim am Lenkrad dreht. Im Qualifying für den vierten Saisonlauf am Sonntag habe er sich eigentlich mehr versprochen als Startplatz vier.

Es folgte ein ereignisreiches Rennen, in dem Dienst von einem Konkurrenten gedreht wurde. Später bekam er von den Rennkommissaren einen Zwangsstopp in der Penalty-Zone aufgebrummt, weil er bei einem Überholmanöver kurz die Strecke verlassen hatte. „Wir sind nach hinten durchgereicht worden, konnten dann aber wieder Plätze gutmachen.“

Neues Lenksystem funktioniert einwandfrei

Das vom W&S-Team eingesetzte Entwicklungsfahrzeug mit der Steer-by-wire-Technik, bei der es keine mechanische Verbindung mehr zwischen Steuerrad und Lenkgetriebe gibt, habe am gesamten Wochenende einwandfrei funktioniert, berichtet Dienst. „Man spürt als Fahrer praktisch keinen Unterschied zu einer konventionellen Lenkung.“

Die Rennsiege holte am Samstag und Sonntag das BMW-Duo Gabriele Piana/Michael Schrey von Hofer Racing, die bereits die ersten beiden Saisonläufe in Oschersleben gewonnen hatten. Anfang Oktober soll Dienst erneut bei der W&S-Truppe einspringen und zuzammen mit Kronberg auf dem Sachsenring starten. An die Strecke hat der 24-Jährige gute Erinnerungen: Im vergangenen Jahr holte er dort im Schütz-Mercedes seinen ersten Laufsieg im ADAC GT Masters.

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