Frankenthal
Rück-Spiegel: Es ist angerichtet
Weihnachtsmarkt: Kuschelig
Gemütlich und voll ist es wieder auf dem Weihnachtsmarkt. Bereits um die Mittagszeit herrscht reges Treiben an und zwischen den Buden. Und mit Temperaturen, die zumindest vorübergehend am Gefrierpunkt kratzen, steigt auch der Wunsch nach einem wärmenden Punsch oder Glühwein. Bei der Eröffnung des Budenzaubers präsentierte sich der Rathausplatz als winterliches Pendant zum Strohhutfest ein halbes Jahr zuvor: dichtes Gedränge und fröhliches Wiedererkennen bekannter Gesichter. Die Kinder der Pestalozzi-Grundschule trällerten aus voller Brust, und Oberbürgermeister Nicolas Meyer strahlte mit der Weihnachtsbeleuchtung um die Wette. In seiner Begrüßung schaffte er es tatsächlich, nicht nur die Ehrengäste zu begrüßen – wenn auch in Etappen, je nachdem, wann er sie von der Bühne aus sichtete. Er sprach auch jeden einzelnen Budenbetreiber der Reihe nach persönlich an. Das macht eben den Frankenthaler Weihnachtsmarkt aus: familiär und regional. Die neuen Marktmeisterinnen Lara Hellwig und Sophie Albert haben ganze Arbeit geleistet. Andreas Lang
Kita-Mittagessen: Vorkoster
An der Verpflegung in Kitas, Schulen, Horten wird gern herumgemeckert. Um so erfreulicher, dass die Bobenheim-Roxheimer Gemeindeverwaltung in dieser Woche bekundet hat, wie zufrieden sie mit dem Caterer ist, der die beiden Grundschulen und zwei Gemeindekindergärten beliefert. Im Schulträgerausschuss, dem Lehrer und Elternvertreter angehören, gab’s keinen Widerspruch. Alle scheinen zu hoffen, dass der Lieferant die bald fällige europaweite Neuausschreibung des Auftrags gewinnt. Ob denn allein der Preis für den Zuschlag ausschlaggebend sei, wollte ein Ausschussmitglied wissen. „Aber nein“, sagte der zuständige Verwaltungsmitarbeiter, auch die Qualität sei ein Kriterium. Er erinnerte an den Bobenheim-Roxheimer Brauch, dass ein divers besetztes Gremium ein Probeessen absolviert. Das achte auch darauf, ob ein Anbieter – wie schon geschehen – zur Probe etwas Exquisites auftische, das aber gar nicht auf dem Menüplan stehe. Wie denn die Kinder, die beim Probeessen mitmachen, ausgewählt würden, wollte jemand wissen. Auch da hat man inzwischen dazugelernt, wie ein Schulvertreter erkennen ließ: „Kinder, die immer nur das Gleiche essen wollen und für die alles andere bäh ist, sind nicht geeignet.“ Waltraud Werdelis