Frankenthal
Rück-Spiegel – die Wochen-Kolumne
Benzinpreise: Chaotisch
Wer diese Woche häufiger – so im Vorüberfahren – mal einen flüchtigen Blick auf die Preisanzeigetafeln der Tankstellen in und um Frankenthal geworfen hat, dem konnte ein bisschen schwindlig werden. Von Mittwoch auf Donnerstag knallten die Kurse für Diesel, Super & Co. ordentlich nach oben. Kurz vor dem Ende des sogenannten Tankrabatts, der ja nur eine vorübergehende Steuersenkung war, standen die Schnäppchentanker zum Teil beim Warten auf die letzten Liter Billigsprit bis auf die Straße. Eigentlich wäre jetzt der ideale Zeitpunkt für die bereits beendete Aktion Stadtradeln gewesen, bei der es bekanntermaßen ums Kilometersammeln per Fahrrad geht. Wie auch immer: Ab jetzt gilt wieder Zurückhaltung an der Zapfsäule. Wie in dem alten Sketch. Erinnern Sie sich? Ein Autofahrer sagt zum Tankwart: „Ich hätte gerne ein Tässchen Benzin und einen Fingerhut Öl.“ Der Tankwart erwidert: „Soll ich Ihnen auch noch in die Reifen husten?“
Stadtjubiläum: Charmant
Frankenthal setzt beim Feiern seiner erstmaligen urkundlichen Erwähnung vor 1250 Jahren zum Schlussspurt an. Dieser Tage ballt sich noch einmal einiges im Veranstaltungskalender: Am Donnerstag die After-Work-Party in der Erkenbert-Ruine, jetzt am Samstag und Sonntag der Rummel-Bummel des Theaters Alte Werkstatt und die Eröffnung der Jubiläumsausstellung im Kunsthaus. Dort zu sehen: Exponate aus der Sammlung der Stadt mit Frankenthal-Bezug – entweder über das Motiv oder den Künstler. Manches der Werke, das nun in den tollen Räumlichkeiten, passend beleuchtet, seine ganze Wirkung entfalten darf, fristete bislang eine Art Schattendasein in Büros und auf Fluren des Rathauses. Was für Menschen gilt, kann bei solchen Artefakten nicht verkehrt sein: Tapetenwechsel. Wer seine Stadt also einmal durch die Augen ihrer Künstler sehen möchte, hat dazu im Kunsthaus bis Anfang Oktober eine fast einmalige Chance. Jörg Schmihing