Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Rück-Spiegel – die Frankenthaler Wochenkolumne

Will noch lange bleiben, was er ist: Oberbürgermeister Martin Hebich.
Will noch lange bleiben, was er ist: Oberbürgermeister Martin Hebich.

Oberbürgermeister: Ambitioniert

Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) hat sich im Haupt- und Finanzausschuss als Mann mit klaren Vorstellung und vor allem einem ambitionierten Zeitplan präsentiert. Als die Rede aufs Nachpflanzen von Gehölzen kam, erklärte der Fachmann der Stadt, dass Bäume erster Ordnung wohl so gute drei Jahrzehnte bräuchten, um eine ansehnliche Höhe zu erreichen – verknüpft mit dem Hinweis, dass man diesen Zustand selbst nicht mehr erleben werde. Deshalb seien als Ersatz für drei Linden in der Mörscher Straße Bäume zweiter Ordnung vorgesehen – bei denen gehe es etwas flotter, also das Wachsen. Der OB – mit 47 Jahren im besten Mannesalter – stellte mit Nachdruck fest, dass er fest davon ausgehe, diesen Zeitpunkt mitzuerleben. Die Nachfrage „Im Amt?“ parierte er schlagfertig mit der Gegenfrage „Wer weiß?“. Mal unabhängig davon, dass Hebich noch vier Mal wiedergewählt werden müsste, wagt die Redaktion angesichts dieser Motivation die mutige Prognose: Bis 2050 gibt es einen Bebauungsplan für den Jakobsplatz.

Stadtklinik: Turbulent

Hinter der Stadtklinik Frankenthal und ihren Mitarbeitern liegt (mal wieder) eine turbulente Woche, eine mit Licht und Schatten. Zu den erfreulichen Aspekten zählt ganz ohne Zweifel, dass die Pläne zur weiteren Entwicklung des Krankenhauses konkretere Züge annehmen. Es geht voran mit Erweiterung und Modernisierung. Und das ist ein extrem wichtiges Signal vor allem an die Mitarbeiter. Dass dieses Zukunftsprojekt trotz starker Unterstützung des Landes in Form von Zuschüssen bei einem 80-Millionen-Euro-Projekt für die Stadt als Träger ein finanzieller Kraftakt wird, sei nur nebenbei erwähnt.

Gleichzeitig hat die Affäre um angebliche Unregelmäßigkeiten im medizinischen und kaufmännischen Bereich am Donnerstag eine neue Dimension und Qualität bekommen. Die Staatsanwaltschaft Frankenthal ermittelt – bislang – gegen zwei (ehemalige) Mediziner und einen kaufmännischen Mitarbeiter. Darüber hinaus prüfen die Spezialisten für Wirtschaftssachen in Kaiserslautern vier weitere Vorgänge. Es wird wohl noch jede Menge turbulente Wochen für die Stadtklinik geben. Jörg Schmihing

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