Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberligist HSG Eckbachtal plagen vor Saisonstart Personalsorgen

Laurenz Pabst von der HSG Eckbachtal in Aktion.
Laurenz Pabst von der HSG Eckbachtal in Aktion.

Oberligist HSG Eckbachtal startet am Sonntag mit dem Heimspiel gegen den HV Vallendar in die Saison. Die Mannschaft von Trainer Thorsten Koch geht personell gehandicapt in die Partie, die mit mehreren Premieren aufwartet.

Nun wird es ernst: Mit dem ambitionierten HV Vallendar empfängt die HSG Eckbachtal, die aus drei Erfolgen aus drei Spielen während ihres Trainingslagers nochmals etwas Selbstvertrauen tankte, am Sonntag, 17 Uhr, in der Sporthalle Dirmstein direkt einen ganz schweren Gegner. HSG-Trainer Thorsten Koch mahnt, sieht er seine Mannschaft doch noch nicht auf dem Höhepunkt ihres Leistungsvermögens.

Plattitüden oder aber auch Phrasen für das „Schweinderl“ werden nur allzu oft vor dem Saisonbeginn in den Mund genommen, doch Trainer Thorsten Koch von der HSG Eckbachtal, der mit seiner Mannschaft bereits in die siebte Oberliga-Saison startet, nimmt davon Abstand. Auch wenn es seiner Gekko-Sieben in der vergangenen Saison gelungen ist, gegen den in der Endtabelle fünftplatzieren HV Vallendar einen 30:25-Heimerfolg zu erzielen, bleibt er zurückhaltend.

Basteln am Kader

„Damals war die Runde für beide Mannschaften mehr oder weniger gelaufen. Klar gelangen uns damals einige Aktionen und Vallendar gab sich keinesfalls auf, doch überbewerten möchte ich diesen Erfolg nicht, die Zeiten haben sich geändert.“ So fehlen der HSG in Torwart Rouven Hahn und den Feldspielern Julian Pozywio, Sven Dopp sowie Nachwuchsspieler Simon Müsel gleich einige Stammkräfte. Silas Rogawski verletzte sich zudem während des Trainingslagers und sein Einsatz käme wohl zu früh. „So müssen wir gleich zum Saisonbeginn etwas am Kader basteln, das wird spannend“, sagt Koch.

Angesichts der Ausfälle werden wohl in den Zwillingen Adrian und Gabriel Rampp sowie Lars Reber gleich drei A-Jugendspieler ihre Premiere in der Oberliga feiern. Eine weitere Premiere wird neben der Harzpflicht und dem Einsatz des Jugendtrios der neue Hallenboden sein, der aber erst zum Wochenende fertig sein wird. Der Grip des Bodens ist also noch völlig offen.

Kräftig verstärkt

Doch dies alles blendet Koch aus, auch die Tatsache dass sich die Gäste, die er bereits in der vergangenen Saison als starkes Team einstufte, sich nochmals kräftig verstärkten, möchte er nicht überbewerten. „Klar ist, dass mit der Rückkehr von Trainersohn Torben Waldgenbach, der mit der HSG-Wetzlar-A-Jugend deutscher Meister wurde, danach in der Bundesligamannschaft eingesetzt wurde, sicher einiges mehr an Qualität dazu kam“, sagt Koch.

In den wiedergenesenen Langzeitverletzten Fabian Schmitt und Leon Krechel stoßen zwei sehr erfahrene Spieler zurück in den Kader. Auf Neuzugang Mateusz Franielczyk setzt Vallendar ebenfalls große Hoffnungen. Zudem kehren in den beiden Langzeitverletzten Fabian Schmitt und Leon Krechel zwei weitere Spieler zurück, die sicher dazu beitragen können, sich oben in der Tabelle einzunisten. In Mateusz Franielczyk holten die Gäste außerdem einen Rückraumspieler, der einen enormen Ehrgeiz an den Tag legt und behutsam an die Oberliga herangeführt werden soll. Er soll der Mannschaft besonders in der Breite helfen, spielte er doch zuvor in der dritten polnischen Liga und entschied sich trotz anderer Angebote für den HV Vallendar.

Einige Baustellen

Königstransfer Torben Waldgenbach laboriert aktuell noch an einer Fußverletzung aus der letzten Saison. Beim ehemaligen Bundesligaspieler der HSG Wetzlar, der zuletzt beim Drittligisten TuS KL-Dansenberg spielte scheint der Einsatz noch fraglich. Die mögliche Aufstellung der Gäste bereitet Thorsten Koch aber kein Kopfzerbrechen. Vielmehr gilt es für seine Mannschaft, sich nach der zum Ende gesteigerten Vorbereitung vor heimischer Kulisse wieder auf Betriebstemperatur zu bringen.

„Wir fokussieren uns auf uns, müssen nicht nur der Tatsache entgegen sehen, wie wir unsere Jugendspieler direkt ins kalte Wasser werfen. Dazu kommen die Problematik, dass wir keine Einheit in unserer Heimspielhalle mit dem neuen Boden absolvieren konnten, ein verdammt starker Gegner und die Harzpflicht. Denke das sind vorerst genügend Baustellen“, listet Thorsten Koch auf. Dennoch geht er zuversichtlich in die Saison. Überhaupt ist er davon überzeugt das sich die Liga erst nach dem fünften Spieltag wirklich einstufen lassen wird. Klar ist, oben wird es eng, da gibt es viele gute Mannschaften. Doch wir konzentrieren uns auf den Klassenerhalt und auch hier wird es eng“, weiß der HSG-Coach.

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