Basketball
Oberliga: Saisonstart für Eintracht Lambsheim gegen Gladiators Trier II
Es ist eine Erfolgsgeschichte, die die Basketballabteilung von Eintracht Lambsheim seit ihrer Gründung schreibt. Vier Aufstiege in vier Spielzeiten konnten die Verantwortlichen bejubeln. In der kommenden Spielzeit ist das Ziel jedoch ein anderes. „Wir sollten mit dem Abstieg nichts zu tun haben, alles andere kann ich nicht einschätzen“, sagt Trainer Sven Schumacher.
Damit das Ziel Klassenverbleib realisiert werden kann, haben vor allem Abteilungsleiter Kristian Vukelic und Andreas Merk, Trainer der zweiten Mannschaft, viel Zeit investiert und die Telefonleitungen glühen lassen. Mit Erfolg: Mit Tim Butty (TV Oppenheim, Landesliga), Diran Gümus (TG Worms, Bezirksliga), Bertram Lind, Janek Schallert (beide BIS Baskets Speyer, Zweite Bundesliga/Zweite Regionalliga), Devon N’Delly (United Lambsheim II) und Lukas Pätzold (EOSC Offenbach, Landesliga) konnte Sven Schumacher bereits sechs Neuzugänge begrüßen.
Merks Netzwerk
„Andreas hat wirklich ein super Netzwerk und die meisten Spieler schon trainiert“, berichtet Vukelic. Dabei sei es nicht nur darum gegangen, talentierte Spieler in die Vorderpfalz zu holen. Die Verantwortlichen hatten dabei auch immer den Charakter des Sportlers im Blick. „Klar haben sie alle spielerische Qualität, die uns weiterbringt. Aber wir sind fest davon überzeugt, dass sie auch menschlich passen“, fasst Vukelic zusammen.
Die Neuen auch sportlich ins Team zu integrieren sei jedoch nicht so einfach, sagt Schumacher. „Die Spielzüge und das Zusammenspielen ohne feste Vorgabe bekommt man so schnell nicht rein. Damit haben wir noch immer extreme Schwierigkeiten“, gibt der Trainer zu. Andere Teams werden, gerade zu Beginn der Saison, eingespielter sein, als der Aufsteiger aus Lambsheim, glaubt der Übungsleiter. „Wo es am Ende der Saison hingeht, hat nur damit was zu tun, wie schnell wir uns einspielen“, sagt der Coach.
Trier II erster Prüfstein
Vor allem die erste Begegnung gegen Regionalliga-Absteiger Gladiators Trier II werde eine erste Standortbestimmung. „Die ersten Spiele werden extrem schwer“, sagt er. Dabei zeigte die Eintracht in der Vorbereitung, dass sie keine Angst vor großen Namen haben muss. Gegen den 1. FC Kaiserslautern (Zweite Regionalliga) unterlag das Team mit nur sieben Punkten (67:74).
Vom Talent seiner neuen Schützlinge ist der Trainer überzeugt: „Die Qualität hat sich, auch durch die Neuzugänge, extrem gesteigert“, freut sich Schumacher. Der vielleicht größte Name, den „United“ – wie die Abteilung inoffiziell genannt wird – in diesem Sommer nach Lambsheim lotsen konnte, ist Bertram Lind von den BIS Baskets Speyer. Er spielte in der vergangenen Saison noch in der Zweiten Bundesliga Pro B und der Regionalliga.
Viel Lob für Lind
„Er ist eine Maschine. Alles andere wäre auch schlimm, wenn man aus der Pro B kommt“, schwärmt der Eintracht-Coach. Lind spiele vornehmlich auf der Position des Power Forwards und soll unter dem Korb gut arbeiten, berichtet Schumacher. „Er ist extrem athletisch, sehr spektakulär und bringt enorm viel Energie mit rein“, lobt der Trainer den 20-Jährigen.
Er ist einer von vielen im Kader, die bereits Erfahrungen in der Ober- oder Regionalliga gesammelt haben. „Das sind Top-Spieler. Wir haben bis zum siebten, achten Spieler eine richtig große Dichte“, sagt Schumacher. Nicht nur die Qualität scheint zu stimmen. Auch beim Alter hat sich etwas getan. Den Schnitt schraubten die Verantwortlichen durch die Zugänge und die Spieler auf der Abgangsseite deutlich von 32 auf knapp 28 Jahre runter.
Herausforderung Auswärtsfahrten
Auch Vukelic hat, trotz des wieder einmal großen Umbruchs, ein gutes Gefühl für die kommende Runde. Die musste natürlich auch durchgeplant werden. Vor allem die weiten Auswärtsfahrten waren dabei ein großes Thema. Der Abteilungsleiter blieb nicht untätig und nahm Kontakt zu einem Busunternehmen aus Plankstadt auf. „Das hat sich auf Mannschaftsfahrten spezialisiert. Wir mieten für jede Auswärtsfahrt einen Bus samt Fahrer“, berichtet Vukelic.
39 Plätze sollen die Busse, mit denen sich „United“ auf den Weg nach Trier, Andernach und Saarbrücken macht, haben. Genug Platz also für das Team, Betreuer und Fans. Letztere sollen, wenn es nach Vukelic geht, gerne mit dabei sein, wenn sich die Eintracht auf die Reise macht, die Oberliga zu erkunden. Ob es eine erfolgreiche Tour gibt? Die Vorzeichen sind schon mal nicht schlecht.
Der Kader
Eintracht Lambsheim: Dominik Benz, Bojan Dejanovic, Niels Gutknecht, Christian Henß, Mirnes Islamovic, Huso Ljuca, Keith McGee, Marc Rodriguez Piera, Christian Vogel, Haluk Yumurtaci, Tim Butty, Diran Gümus, Bertram Lind, Janek Schallert, Devon N’Delly, Lukas Pätzold
Abgänge: Andrej Feist (Umzug), Florian Henß, Sascha Hofelzer, Andreas Kappes, Erik Lubos, Michael Parker, Tobias Zobel (alle Herren II).