Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: HSG Eckbachtal zu Gast bei VTZ Saarpfalz

Hat einen guten Saisonstart hingelegt: Julian Pozywio.
Hat einen guten Saisonstart hingelegt: Julian Pozywio.

Handball-Oberligist HSG Eckbachtal greift nach einem spielfreien Wochenende wieder an. Am Sonntag (17 Uhr) geht es für das Team von Trainer Thorsten Koch zum Auswärtsspiel nach Zweibrücken. Dort wartet die VTZ Saarpfalz auf die HSG. Gegen den Tabellenletzten will ein „Gekko“ seine gute Serie fortsetzen.

Thorsten Koch hadert. Nicht etwa mit der Bilanz von einem Sieg und einer Niederlage nach zwei Begegnungen. Vielmehr ist der Coach der HSG Eckbachtal unglücklich über die schwache Vorbereitung und die Verletzungsprobleme. „Wir sind nicht im Vollbesitz unserer Kräfte“, sagt Thorsten Koch vor der Partie gegen das Team aus der Westpfalz.

Es ist eine nette Umschreibung dafür, wie groß das Lazarett der HSG bereits nach dem zweiten Spieltag ist. Bis zu sieben Ausfälle drohen dem Übungsleiter für das Wochenende. Darunter auch die Ausfälle der beiden etatmäßigen Torhüter Tobias Häuselmann und Rouven Hahn. Somit kommt Clemens Diehl zu seinem Oberligadebüt von Beginn an.

Trainingsbeteiligung ausbaufähig

Doch nicht nur auf den jungen Torwart wird es im Spiel beim Tabellenletzten ankommen. Der Defensivverbund davor soll stehen. „Wer besser verteidigt, wird sich am Ende belohnen“, betont Koch. Viele Gelegenheiten, um etwas einzustudieren hatte der Übungsleiter nicht. Denn auch die Trainingsbeteiligung sei zuletzt ausbaufähig gewesen, bemängelt der HSG-Coach. Einige Spieler fehlten verletzt, andere waren beruflich eingespannt oder privat unterwegs.

So wie Julian Pozywio. Der Rückraumspieler verbrachte den Dienstagabend in Mannheim beim Konzert von K.I.Z.. Glücklich war Koch darüber nicht, aber auch er dürfte die Sehnsucht nach Konzerten nach zwei Jahren Pandemie nachvollziehen. Und wenn einer mal fehlen darf, dann der 26-jährige Vertriebler.

Vertrauen in den Körper

Pozywio ist aktuell bester Torschütze seiner Mannschaft. Mit jeweils sieben Treffern gegen den TV Offenbach und TuS Kaiserslautern-Dansenberg II hat er überzeugt. Ob aus dem „Arbeiter“ Ein Torjäger wird? „Aktuell sieht es so aus. Prinzipiell überlasse ich das Toreschießen aber gerne den anderen“, sagt Pozywio. Nach dem Weggang von Nisse Nehrdich und dem verletzungsbedingten Ausfall von Kapitän Michael Betz ist diese Leistung jedoch nötig, um in der Oberliga zu bestehen.

„Es freut mich, dass er gut in die Runde gekommen ist. So langsam setzt er die Dinge um“, lobt Koch. Der Rückraumspieler übernimmt gerne Verantwortung und fühlt sich in seiner neuen Rolle wohl. „Das liegt vor allem daran, dass ich nun wieder mehr Vertrauen in meinen Körper und damit auch in die eigene Leistung habe“, erklärt Pozywio.

Leidenszeit ist Geschichte

In der vergangenen Saison war das ob zweier Nasenbeinbrüche nicht der Fall. „Das hatte ich die ganze Runde noch stark in meinem Kopf.“ Die Leidenszeit ist Geschichte. Pozywio schaut nach vorne – zum Wochenende und dem Spiel gegen die VTZ Saarpfalz. „Ich denke, das wird ein kämpferisches Spiel. Die werden brennen, da sie mit drei Niederlagen gestartet sind“, vermutet Pozywio.

Die Gastgeber seien nicht zu unterschätzen, trotz der drei Niederlagen zum Saisonstart, meint Koch. „Die VTZ haben einen starken Rückraum.“ Und auch die Defensive sei schwierig zu bespielen. Statt im 6-0- agiere die VTZ im 5-1- oder 3-2-1-System. Aber wenn derzeit ein Akteur einen Weg durch die Abwehr findet, dann Julian Pozywio.

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