Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: HSG Eckbachtal mit Schwung gegen TuS KL-Dansenberg II

Auf die Abwehr der HSG Eckbachtal war gegen Offenbach Verlass. „Wir hatten einige Stockfehler drin, aber das haben wir über den
Auf die Abwehr der HSG Eckbachtal war gegen Offenbach Verlass. »Wir hatten einige Stockfehler drin, aber das haben wir über den Kampf ausgeglichen«, sagt Thorsten Koch.

Die ersten Punkte für das Unternehmen Klassenverbleib sind auf dem Konto. Mit diesem Rückenwind und jeder Menge Selbstvertrauen kann die HSG Eckbachtal die Aufgabe beim TuS Kaiserslautern-Dansenberg II angehen (Sonntag, 18 Uhr). Doch ausgerechnet der Spieler, der den entscheidenden Treffer gegen Offenbach markierte, wird fehlen.

Auch einige Tage nach dem überraschenden 23:22-Heimsieg gegen den TV Offenbach zum Start in die neue Saison der Handball-Oberliga weiß Thorsten Koch, Trainer der HSG Eckbachtal, den Erfolg gegen einen der Meisterschaftsfavoriten richtig einzuschätzen. Ja, einiges sei schon sehr gut gelaufen, auch wenn sich sein Team vom Spielerischen her nicht mir Ruhm bekleckert habe. „Aber wir haben gekämpft. Das ist unser Handball. Wir wissen, dass wir keinen an die Wand spielen“, meint der Übungsleiter. Und so sei zwar noch nicht alles fluffig gewesen. „Aber wir haben die Punkte.“ Dass sein Team vom Engagement her gut drauf war, wundert Koch nicht. „Wir machen auch viel Wettkampf im Training.“

Allerdings sei es ein Balanceakt gewesen. „Ich konnte nicht viel durchwechseln in der zweiten Halbzeit. Von der Kraft her hätte das Spiel nicht länger dauern dürfen.“ Und jetzt müsse man mal schauen, wie es am Sonntag in der Westpfalz laufe. „Aber wenn die Jungs wieder so kämpfen, dann geht da auch was“, ist der Coach überzeugt. Kein Wunder also, dass die Stimmung bei den Übungseinheiten unter der Woche gut war.

Mit Löhmar und Müsel

Personell sei es diesmal etwas entspannter. Bennet Löhmar stehe wieder zur Verfügung. Dieser wagt in der Saison den Spagat zwischen Nachwuchsleistungszentrum Friesenheim/Hochdorf mit A-Jugend-Bundesliga und Oberliga mit den Herren der HSG Eckbachtal. Und auch Simon Müsel hat Thorsten Koch fest auf dem Zettel. Müsel würde dann sein Debüt in der Oberliga geben.

Verzichten muss Thorsten Koch allerdings auf Jochen Schloß. Der Rückraumspieler, mit Julian Pozywio, Maximilian Schreiber und Keeper Tobias Häuselmann eine der Stützen der HSG, hatte gegen Offenbach eine perfekte Siebenmeterquote, traf alle vier Strafwürfe für die Gastgeber. Darunter war auch das entscheidende 23:22 18 Sekunden vor dem Ende. Doch Schloß wird am Wochenende in den Flitterwochen sein. Und da Nisse Nehrdich, in der vergangenen Spielzeit der etatmäßige Schütze, nach seinem Wechsel und der verletzte Michael Betz nicht zur Verfügung stehen, braucht Koch in der Westpfalz einen neuen Schützen für die Strafwürfe.

Siebenmeterschütze gesucht

Das Anforderungsprofil ist klar: „Der Werfer muss cool an der Linie sein, ein bisschen runterfahren und nicht viel überlegen“, erläutert der Trainer. Die Herangehensweisen könnten unterschiedlich sein. „Der eine nimmt sich eine Ecke vor und zimmert das Ding dann auch da rein. Andere gucken den Torwart aus.“ Wer am Sonntag bei der HSG Eckbachtal cool an der Linie sein soll, das wollte Koch am Donnerstagabend im Abschlusstraining herausfinden. „Vielleicht machen wir einen kleinen Wettbewerb.“

Zuvor gilt es noch, die Schwächen aus dem Offenbach-Spiel anzugehen. „Mir waren noch zu viele technische Fehler im Positionsangriff und bei der Kreuzbewegung dabei. Für meinen Geschmack haben wir auch zu viele freie Bälle verworfen. Da müssen wir mehr Ballsicherheit bekommen. In der Abwehr waren auch noch einige Stockfehler drin. Aber das haben wir über den Kampf ausgeglichen.“

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