Handball
Oberliga: HSG Eckbachtal im Nachholspiel bei HSG Worms
Aus dem Vollen schöpfen kann Trainer Thorsten Koch im Nachholspiel erneut nicht. Dafür baut er auf die Unterstützung einiger A-Jugendlichen. Für Koch sind es derzeit weniger Saison- als Puzzlespiele. Erneut muss der Coach Veränderungen im Kader vornehmen. Nach wie vor fehlen eine Handvoll Spieler verletzt, andere werden nach Corona-Infektionen behutsam herangeführt und setzen aus.
Hinzu kommen könnte ein weiterer Ausfall. Denn hinter dem Einsatz von Kreisläufer Fabian Quandt steht ein großes Fragzeichen. Der Elektroniker für Automatisierungstechnik muss am Mittwochabend zur Arbeit. „Er hat diese Woche Schicht. Ich habe ihn gebeten zu gucken, was geht“, hofft der HSG-Coach noch auf positive Rückmeldung.
Freinsheimer Ersatzkreisläufer aus der A-Jugend
Einen Ersatz hätte Koch mit dem 18-jährigen Laurenz Pabst von den A-Junioren. Der Schüler des Dürkheimer Werner-Heisenberg-Gymnasiums bekommt in der ersten Mannschaft mehr und mehr Einsatzzeiten, die er mit guten Leistungen rechtfertigt. „Er bringt sich über die Abwehr ins Spiel, und das macht er wirklich gut“, lobt sein Trainer. Pabst fühlt sich mit jedem Spiel wohler bei den Herren. „Am Anfang hatte ich noch extreme Schwierigkeiten, aber jetzt habe ich das Gefühl, dass ich da ganz gut zurechtkomme“, berichtet der in Freinsheim lebende Sportler.
Seit seinem sechsten Lebensjahr spielt Pabst Handball. Fußball habe ihm nicht so viel Spaß gemacht, erzählt er. Dann hat er Handball ausprobiert, „und das hat funktioniert“. Schon seit der D-Jugend ist er als Kreisläufer auf dem Feld. Die Position liegt ihm sehr. „Da ich körperlich stark war, hat sich das angeboten. Es macht mir am meisten Spaß“, erklärt Pabst.
Noch Abstimmungsprobleme in der Offensive
Bisher konnte er seine Stärken bei den Herren aber vor allem in der Defensive zur Schau stellen. Probleme gibt es dagegen noch beim offensiven Zusammenspiel. Das liege daran, dass Pabst erst sehr später zur Mannschaft gestoßen sei, erklärt Trainer Koch. „Als Kreisläufer brauchst du eine gute Abstimmung mit den Rückraumspielern. Das ist im Moment noch ein Manko, denn die Abstimmung ist noch nicht so da“, gibt der Coach zu.
Das ist jedoch keine Überraschung für den A-Jugendlichen. „Davor habe ich fünf Jahre mit denselben Leuten zusammengespielt, die mir immer dieselbe Art von Kreisanspielen gegeben haben und mich blind verstehen.“ Noch fehle das in der ersten Mannschaft, sagt Pabst. Das wird sich früher oder später aber ändern, denn auch im nächsten Jahr soll der Youngster fest zum Team von Koch gehören. Eine Einladung zur kommenden Saisonvorbereitung hat Pabst bereits erhalten. „Das ist ein extremer Ansporn und hat mich auch sehr gefreut“, sagt der Gymnasiast. Denn die Vorbereitung helfe, um das passende Niveau zu erreichen.
„Gekkos“ tun sich in Worms oft schwer
Doch erst einmal gilt es für Pabst und die Eckbachtaler, die Klasse zu halten, damit der Kreisläufer auch in der Spielzeit 2022/23 in der Oberliga auflaufen kann. Dafür benötigen die „Gekkos“ Siege. Die nächste Möglichkeit dazu bietet sich für Kochs Team am Mittwochabend in Worms. Dort sahen die Gäste selten gut aus, verloren teils mit 20 Toren Unterschied. Kein Wunder, dass die Begegnungen in der Drachenstadt nicht zu Kochs Lieblingsspielen zählen. Aber der HSG-Coach verspricht: „Wir werden versuchen das Maximale rauszuholen“.
Mit welchen Spielern er die Hürde Worms angehen wird, weiß Koch indes noch nicht. Klar ist nur, dass er vermehrt auf die Jugend setzen wird – ja schon fast muss. „Wir wollen daraus einen Mehrwert holen und das ist, dass die A-Jugend mehr Verantwortung trägt.“ Da gelinge gut, meint der Trainer.