Frankenthal Noch einmal alles raushauen

Halil Kaya und der VfR wollen Billigheim-Ingenheim Paroli bieten.
Halil Kaya und der VfR wollen Billigheim-Ingenheim Paroli bieten.

«Frankenthal.» Der letzte Auftritt des Fußball-Bezirksligisten VfR Frankenthal im Jahr 2018 hat es noch einmal in sich. Morgen empfangen die Frankenthaler um 14.45 Uhr den Spitzenreiter TSV Fortuna Billigheim-Ingenheim. Nach der jüngsten Erfolgsserie können die Gastgeber ohne Druck an diese Aufgabe herangehen. „Ein Sieg wäre ein toller Jahresabschluss“, sagt Trainer Tobias Winsel.

Sieben Spiele in Folge ist der VfR Frankenthal ungeschlagen. Die letzten drei Spiele gewannen die Frankenthaler sogar. Diese neun Punkte haben für einen Sprung in der Tabelle auf aktuell Rang zehn gesorgt. Noch kann sich die Elf jedoch nicht auf diesen Erfolgen ausruhen. Dafür ist der Abstand nach unten weiterhin nicht groß genug. Aber mit den jetzt 22 Zählern ist auch der Blick in die obere Tabellenhälfte, die derzeit mit Lustadt auf Platz acht (28) beginnt, nicht mehr aussichtslos verstellt. Als Aufsteiger befindet sich der VfR in einer ordentlichen Ausgangsposition. Mit dem neu gewonnenen Selbstbewusstsein scheint auch ein Sieg am Sonntag nicht unmöglich. „Es wäre aber eine Überraschung“, sagt Winsel. Denn bei aller Freude über die Siege: Die Frankenthaler hatten in den zwei jüngsten Spielen in der Südpfalz beim TuS Knittelsheim und beim FC Lustadt auch ein wenig Spielglück. Zwei Elfmeter verschossen die Gastgeber aus Lustadt am vergangenen Spieltag. Das war das Glück, das nach Meinung von Tobias Winsel zum Start in die Saison in der einen oder anderen Partie noch gefehlt habe. Billigheim-Ingenheim sieht Winsel derzeit zurecht ganz oben stehen. „Sie sind die stabilste Mannschaft der Liga. Die Mannschaft lässt den Ball gut laufen und setzt die Außenspieler gut ein. Der TuS hat zudem im Zentrum Erfahrung, kann von dort aus für Gefahr sorgen“, hat Winsel noch aus dem Hinspiel in Erinnerung. Der Spitzenreiter steht defensiv gut (16 Gegentreffer), ist aber wohl nicht das, was man als Offensivwunder bezeichnen würde. 38 Tore haben die Gäste in ihren bisherigen 17 Spielen geschossen. Zum Vergleich: Der Tabellenzweite aus Ruchheim hat bereits 60-mal eingenetzt, und der VfR Frankenthal auf Rang zehn hat bisher nur ein Tor weniger geschossen. Allerdings haben die Jungs aus dem Ostparkstadion schon 20 Bälle mehr aus dem eigenen Netz holen müssen als der Gegner am Sonntag. Gegen den Zweiten aus Ruchheim spielte der VfR Ende Oktober im Ostparkstadion 2:2. Auch daraus leitet die Mannschaft den Mut ab, am Sonntag eventuell einen Sieg landen zu können. „Es macht uns jetzt Spaß, dass wir uns mit einem solchen Gegner messen können“, sagt Winsel. Keiner müsse sich im letzten Spiel des Jahres schonen. „Wir können jetzt noch einmal alles raushauen.“ Da wird zudem ein wenig in die Psychokiste gegriffen. Weil die Gäste auf dem heimischen Platz Naturrasen gewohnt sind, geht die Tendenz beim VfR für das Sonntagsspiel stark dahin, die Partie auf dem Kunstrasenfeld auszutragen. Ein Wermutstropfen: Der in den vergangenen Spielen ganz treffsichere Willi Peschechodow kann am Sonntag nicht spielen. Auch Konstantin Huber, der aus der eigenen A-Jugend kommt, am Anfang der Saison noch in der zweiten Mannschaft spielte, aber sich gut entwickelt hat, wird fehlen. Dafür kehrt Gabriel Arslan in den Kader zurück und könnte Huber auf der Rechtsverteidigerposition ersetzen. Die Stimmung sei positiv, sagt Tobias Winsel und lobt die beiden anderen Mitstreiter im Trainerteam, die daran einen großen Anteil hätten. Halil Kaya finde eine gute Ansprache an die Spieler, Patrick Corell strahle Sicherheit und Ruhe aus.

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