Handball
Nichts zu holen für HSG Eckbachtal
Von Marcus Zemihn
Zweibrücken/Freinsheim. Trainer Thorsten Koch versuchte zwar aus dem verbliebenen Rest ein Puzzle zusammenzubasteln, doch es fehlten einfach die wichtigen Bausteine. Die Liste der Ausfälle ist fast größer als der Kader. So konnten die Erkrankten Maximilian Schreiber, Jochen Schloss, Timo Kluzik und Sven Dopp die Reise in die Rosenstadt erst gar nicht antreten. Simon Müsel fehlte ebenfalls. Adrian Rampp meldete sich unmittelbar nach dem A-Jugendspiel ab und fehlte somit ebenfalls. Lars Reber hingegen startete direkt nach dem A-Jugendspiel nach Zweibrücken und versuchte der Mannschaft zu helfen. Reber kämpfte aufopferungsvoll, kam aber nicht zu einem Treffer. Philipp Schloss bekam es in der Umkleide mit dem Kreislauf zu tun und wurde aus gesundheitlichen Gründen ebenfalls nicht eingesetzt. Somit hatte Koch lediglich zehn Spieler, davon zwei Torhüter, auf dem Bogen stehen. Mit Sven Lerzer und Lars Zalik waren zwei Spieler dabei, die eigentlich bereits im Handballruhestand waren, Marcel Brüggemann und Jona Rogawski halfen aus der zweiten Mannschaft aus. Die verbliebene Truppe gab ihr Bestes, verschleppte im Angriff gern das Tempo, brachte so die gegnerischen Fans etwas gegen sich auf, doch am Ende verhinderten sie hierdurch eine noch höhere Niederlage.
In der Defensive versuchte es Koch immer wieder mit einer etwas offensiveren Deckungsvariante, hierdurch kamen die Gekkos durch Lars Zalik und Julian Pozywio gar selbst zu Kontertreffern. Doch im Angriff erlaubten sich die Gekkos zu viele technische Fehler und Zuspiele in die Hände der Hausherren, die selbige für leichte Gegenstoßtore nutzten. Am Ende unterlag die Koch-Sieben mit 20:31 (12:17) deutlich. Da wogen auch die vergebenen Siebenmeter nicht mehr viel. Brüggemann erzielte von der Linie bei fünf Versuchen zwei direkte Treffer, zweimal traf er im Nachfassen. Lars Reber und Julian Pozywio verpassten ihre Gelegenheiten gänzlich. Im Tor räumte Tobias Schipper bereits früh (16. Minute) beim Stand von 6:13 das Feld für Rouven Hahn, doch auch Hahns Paraden konnten die Niederlage nicht verhindern. Müßig darüber nachzudenken, ob es mit den fehlenden Spielern besser ausgegangen wäre, denn die Hausherren erhöhten immer wieder zum richtigen Zeitpunkt das Tempo und hielten die Gekkos so stets auf Abstand. Schön, dass die restlichen Spieler nicht aufgaben und immer wieder Akzente setzten, doch mehr als Ergebniskosmetik war es nicht.
HSG II ebenfalls chancenlosMit 26:44 (13:21) unterlag die zweite Mannschaft der Gekkos in der Pfalzliga ebenfalls recht deutlich Trainer Peter Baumann bestätigte, dass die Niederlage auch in der Höhe verdient gewesen sei. „Wir konnten jeweils zu Beginn der Halbzeiten eigene Akzente setzen, doch der Gegner war jederzeit in der Lage, das Spiel zu seinen Gunsten zu drehen.“ Vor allem in der Abwehr fehlte der Baumann-Sieben die notwendige Intensität, um die überlegenen Einzelspieler des Tabellenführers zu bremsen. Zudem bestätigte der Ligaprimus seine schnelle erste und zweite Welle und kam so zu einigen leichten Treffern. Beide Mannschaften nutzen nun die Faschingspause, um ihre Wunden zu lecken. Nach der Pause hofft dann Koch endlich auf eine voll besetzte Bank, um im Abstiegskampf doch noch zu bestehen.