Frankenthal Neuer Name im nächsten Jahr
26 Unternehmen – darunter acht direkt – aus Frankenthal, haben sich am Samstag beim Tag der Wirtschaft, einer Job- und Ausbildungsmesse, im Congress-Forum präsentiert. Während Organisator Michael Schlösser am frühen Nachmittag zufrieden mit der Resonanz war, sprachen einige Standbetreiber von einem durchwachsenen Besuch. Zufrieden war der größte Anbieter BASF.
Mit etwas mehr als 1000 Besuchern sei die Resonanz im Vergleich zu den vorhergehenden Jahren rückläufig, räumte Schlösser ein. Sein Motto für die Ausbildungsmesse sei jedoch „klein, aber fein“. Bewusst wolle er mit der Messe nicht jene ansprechen, die vor allem auf der Jagd nach kleinen Geschenken der Firmen seien: „Wir wollen qualifizierte Besucher.“ Schon jetzt steht laut Schlösser aber fest, dass die Messe zum letzten Mal unter dem etwas irreführenden Namen „Tag der Wirtschaft“ firmiert hat. „Ab dem nächsten Jahr soll sie den Namen Katapult-Messe als Ausdruck dafür tragen, dass es nach oben geht“, sagte der Organisator. Dass der bisherige Titel etwas andere Erwartungen wecke, kritisierten auch einige Standbetreiber. Viele der Aussteller hatten den Blick schon auf das Ausbildungsjahr 2019 gerichtet. Bei der BASF wurden jedoch auch ganz gezielt die Spätentschlossenen für das im September beginnende nächste Ausbildungsjahr angesprochen. Mehr als 100 freie Ausbildungsplätze seien bei dem Chemiekonzern noch frei. Gesucht werden hier insbesondere Elektroniker für die Bereiche Betriebs- und für Automatisierungstechnik. Diana Umhauer, zuständig fürs Rekrutieren von Auszubildenden, war sehr zufrieden mit dem Zuspruch. Obwohl die BASF eigene Veranstaltungen anbiete, sei es wichtig, bei Ausbildungsmessen wie dieser oder an Schulen vertreten zu sein, sagte Umhauer. Anke Dreyer vom Seniorenzentrum Haus Edelberg in der Mörscher Straße berichtete von einigen gezielten Nachfragen. „Wir sind auf der Suche nach Fachkräften.“ Und das nicht nur im Bereich Altenpflege: Da die Einrichtung die Senioren selbst verpflege, würden auch Auszubildende als Koch gesucht. Gerne würden Praktika vermittelt. Denn nach Ansicht von Dreyer ist der Blick hinter die Kulissen wichtig für die Entscheidung bei der Berufswahl. Stephanie Schug, zuständig für Marketing beim Werkzeugbauer Huissel, fand die Veranstaltung „ein wenig schleppend“. „Wir hatten uns erhofft, dass ein wenig mehr los ist.“ Die Firma suche Zerspanungs- und Feinwerkmechaniker. Rund 60 Mitarbeiter beschäftigt Huissel in Frankenthal, wo auch die Ausbildung stattfindet. Thomas Bergold, Ausbildungs- und Personalleiter bei Howden, sprach von guten Gesprächen und interessanten Kandidaten für die Bereiche Metallbau, Industriemechaniker, Zerspaner, aber auch für die Dualen Studiengänge Maschinenbau und Elektrotechnik. Nicht zufrieden war Andreas Eckhardt, Leiter des 82 Mitarbeiter zählenden Standorts der Firma Deufol, ein Dienstleister im Bereich Industrieverpackung. „Wir sind auf der Suche nach gewerblichen Mitarbeitern. Das hier ist mehr eine Ausbildungsmesse. Deshalb hatten wir kaum Resonanz.“