Frankenthal
Nachspielzeit: Langohrs gutes Gefühl

Drei Tore hat der 29-jährige Patrick Langohr am Sonntag in der Partie der Fußball-B-Klasse Nord des TuS Dirmstein beim FV Freinsheim II geschossen. Alle drei fielen nach dem Seitenwechsel. Trotz der drei Langohr-Tore war es am Ende ein knapper Erfolg für die Dirmsteiner: 4:3 (1:0). Und auch ein glücklicher, wie der Dirmsteiner Stürmer einräumt. „Wir haben das Spiel über den Kampf entschieden.“ Der TuS hat damit Freinsheim II in der Tabelle überholt, steht mit 17 Punkten auf Rang sieben.
Viermal in Folge sind die Dirmsteiner nun ungeschlagen. Nach einem 2:2 gegen den VfR Frankenthal II, immerhin Tabellendritter, gewannen die Dirmsteiner bei Vatanspor Frankenthal mit 3:1 und besiegten auch die DJK Eppstein II mit 6:1. Dass wieder Erfolge zu bejubeln sind, wird viele TuS-Mitglieder freuen. Denn in den vergangenen zwölf Monaten gab es auf und neben dem Platz wenig Grund zur Freude: Abstieg aus der A-Klasse, der geplatzte Traum vom neuen Kunstrasenplatz, die lange Suche nach einem neuen Vorstand. Nun sieht es nach zehn Spieltagen in der neuen Liga so aus, als würde da wieder etwas wachsen in Dirmstein.
Dass sich Patrick Langohr in der ungewissen Situation vor der Saison dafür entschieden hat, in Dirmstein zu bleiben, dürfte viele überrascht haben. Mit 20 Treffern war er in der vergangenen Runde in der A-Klasse trotz der weniger überragenden Mannschaftsleistung des TuS einer der stärksten Torschützen der Liga. Ja, er habe andere Möglichkeiten gehabt, gibt der Stürmer zu. „Mir lagen Angebote bis hin zur Bezirksliga vor.“
Er habe sich aufgrund seiner beruflichen Situation dazu entschieden, beim TuS zu bleiben. „Ich mache in Mainz eine Umschulung zum Physiotherapeuten. Das bedeutet längere Fahrzeiten. Außerdem brauche ich Zeit zum Lernen. Da wäre ein höherer Trainingsaufwand nicht möglich.“
Jetzt hat er für seine Dirmsteiner wieder ein gutes Gefühl. Aufgrund der vielen Ab- und Zugänge sei es ein schwieriger Start gewesen. Er selbst habe die ersten Spiele der Saison nicht bestreiten können, da er an der Nase operiert worden sei. „Doch jetzt fühle ich mich in der Mannschaft wieder pudelwohl“, sagt Langohr. Mit Neuzugang Nico Kemmler habe er einen super Sturmpartner gefunden. 16 der 21 TuS-Tore gehen auf das Konto des Duos – Langohr hat neun, Kemmler sieben.
Den Gedanken, noch einmal in einer höheren Klasse anzugreifen, habe er mit 29 Jahren nicht mehr. Den Erfolg in Freinsheim stuft Langohr aufgrund seiner drei Treffer als seinen schönsten Saisonsieg bisher ein. Als persönliches Ziel bis zur Winterpause nennt er einen Platz unter den ersten Fünf. Einen Riesenschritt in diese Richtung könnten die Dirmsteiner am Sonntag machen, wenn der TuS Sausenheim mit dem Dirmsteiner Trainer Micha Bengel kommt.