Frankenthal Naßhan fordert Trotzreaktion
«FRANKENTHAL.»Zu einem Verfolgerduell zwischen dem Tabellendritten TSV Eppstein und dem Zweiten DJK Schwarz-Weiss Frankenthal kommt es am Sonntag um 15 Uhr in der Fußball-B-Klasse Rhein-Pfalz Nord. Beide Kontrahenten unseres Spiels des Tages sind nicht optimal aus der Winterpause gekommen.
Beim TSV Eppstein lässt sich fast von einem Fehlstart sprechen. Denn nach dem Nachholspiel in Freinsheim, das 1:1 endete, verloren die Eppsteiner zum offiziellen Wiederauftakt in der B-Klasse am Sonntag völlig überraschend 2:3 beim Drittletzten SV Weisenheim II. Es war erst der zweite Sieg des SV. TSV-Coach Uwe Naßhan hadert noch immer mit der Niederlage. „So etwas kann ich nicht einfach abschütteln“, erklärt Naßhan. Er verweist auch noch auf das letzte Spiel vor der Winterpause bei der TSG Eisenberg II, das 5:5 endete. „Wir haben in kürzester Zeit unsere hervorragende Ausgangsposition verspielt.“ Dabei habe er sein Team vor dem Spiel in Weisenheim noch gewarnt, die Partie ja nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Doch die Worte des Trainers waren an diesem stürmischen Tag sprichwörtlich gegen den Wind gesprochen. Neun Gegentore in drei Spielen sind für Uwe Naßhan eindeutig zu viele. Wer ihn kennt, weiß, dass er auf eine kompakte Abwehr großen Wert legt. Und auf den starken Wind will Uwe Naßhan die Niederlage in Weisenheim nicht schieben: „Die Bedingungen waren für beide Mannschaften gleich. Das war von meiner Mannschaft einfach ein Rückfall in alte Zeiten, die ich überwunden glaubte.“ Doch auf dem Platz habe dem Team alles gefehlt, was er sich von seinen Spielern wünscht. Dass der TSV Eppstein gegen die DJK Schwarz-Weiss Frankenthal mit der gleichen Einstellung spielt, glaubt Naßhan indes nicht. Die Gäste werde man nicht unterschätzen. „Ich fordere aber eine Trotzreaktion. Wenn wir nur 50 Prozent mehr Leistung bringen als in Weisenheim, dann reicht das nicht. Denn dann sind wir erst bei 50 Prozent.“ Die Eppsteiner stehen in der Tat unter Zugzwang. Denn verlieren sie das Spiel gegen den Tabellenzweiten, kann man beim TSV die Saison langsam ausklingen lassen. 35 Punkte haben die Gastgeber aktuell auf dem Konto. Schwarz-Weiss hat zwar nur einen Zähler mehr, hat aber bislang zwei Spiele weniger ausgetragen. Und Eintracht Lambsheim steht mit 39 Punkten an der Tabellenspitze. Doch Naßhan glaubt, dass auch die Gäste unter Druck stehen. Diese wollten genau wie die Eintracht unbedingt aufsteigen. Bei Eppstein habe das nicht auf der Agenda gestanden. Aber jetzt, wo der TSV so gut dabei ist ... DJK-Trainer Wissam Abdul-Ghani nimmt den Druck von seiner Mannschaft: „Wir haben noch alles selbst in der Hand. Ich habe meinen Jungs aber gesagt, dass wir uns jetzt nicht auf die beiden Spiele verlassen dürfen, die wir im Rückstand sind. Wir wollen am Sonntag in Eppstein gewinnen.“ Dafür müsste seine Mannschaft jedoch – anders als bei der jüngsten Niederlage gegen Lambsheim – ihre Chancen nutzen. Eppstein stehe noch etwas mehr unter Zugzwang, findet Abdul-Ghani. „Es wird in dieser Liga in dieser Saison aber keinen Durchmarsch geben“, glaubt er. Dass Stammtorwart Oguzhan Akkus durch die Rote Karte kurz nach dem Abpfiff der Partie gegen Lambsheim gesperrt ist, bereitet dem Trainer weniger Kopfschmerzen. „Marc Riebel hat in der zweiten Mannschaft sehr gute Leistungen gezeigt.“ Der Trainer hofft, dass Mohamed El Haddadi und Selim Teber einsatzbereit sind. Die erfahrenen Akteure könnten Ruhe und Struktur ins Spiel bringen.